Sunday, December 5th, 2021

OceansGarden Test

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oceansgarden-logoNoch mehr Farmspiele brauchen wir nicht, oder? Zumindest auf der Erde, aber unterhalb des Meeresspiegels sieht es anders aus. Hier werden mysteriöse Pflanzen angebaut und interessante Welten erschlossen. In OceansGarden wirst du zum Farmer einer Unterwasserwelt. Ob sich das lohnt und wo die Unterschiede zu anderen Browsergames dieses Genres liegen, erklären wir dir in diesem OceansGarden Test.

Auf nach Atlantis

So könnte man es fast schon nennen. Das Spiel öffnet sich mit einer dunkelblauen Umgebung und einen kleinen Lichtblick an der Wasseroberfläche. Ein Tutorial begrüßte uns nicht, dafür aber zwei große Werbebanner und ein überdimensionierter Header. Das Tutorial selbst versteckt sich ganz rechts oben. Netterweise waren auch schon die ersten Seepferdchen und Wasserpflanzen für uns angebaut worden, die wir nach etwa zwei Minuten Spielzeit schon ernten durften. Dazwischen schwimmen gefährliche Haie und Müllbehälter, welche zunächst die Spielfläche stark eingrenzen. Mit den ersten Gewinnen wird das Spielfeld nach und nach geräumt. Bislang deutete alles darauf hin, dass wir hier nur ein geändertes Thema, aber ansonsten dasselbe Prinzip anderer Browsergames vor uns haben.

Der Bauhof

Doch dann kam schon der erste Unterschied, welcher für mehr Tiefgang im Spiel sorgte. In OceansGarden muss man nicht nur Herr über Unterwassertiere und Pflanzen werden, sondern auch Gebäude ausbauen, um weitere Vorteile zu erhalten. Dazu zählt bspw. das Handelszentrum, denn die geernteten „Waren“ müssen auch verkauft werden. Je höher die Stufe, desto besser sind die Preise.

Weitere Gebäude wie das Labor, die Korallenbucht und die Expeditionsstätte sorgen für weitere Features. Die Bauzeiten werden verkürzt, man bekommt ein kleines Haustier, welches einem Geschenke bringt und um das man sich kümmern muss und man kann auf Reisen gehen, um wertvolle Schätze zu finden. Das alles macht das triste Bauernleben unter Wasser um einiges interessanter. OceansGarden ist also nicht eines der typische Farm Browsergames, sondern es steckt mehr dahinter.

Händler und Marktplatz

Wie schon erwähnt, kann man seine Waren an den Computer (Händler) oder an Spieler (Marktplatz) verkaufen und auch von dort einkaufen. Uns fiel hier auch gleich der Fehler eines Spielers auf. Dieser hatte seine ersten hart erarbeiteten Wasserpflanzen eingestellt, aber dies günstiger als der Verkauf beim Händler. Dadurch konnten wir ein- und anschließend gleich wieder verkaufen, bis dessen Vorrat aufgebraucht war und erhielten so ein gutes Startkapital. Je höher das Level ist, desto mehr Pflanzen und Fische kann man anbauen und umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Spieler mal nicht nach den Händlerpreisen richtet.

Lagunen

Es ist üblich, dass ein Bauer gleich mehrere Felder bewirtschaftet. In OceansGarden besorgt man sich deshalb immer mehr Lagunen. Bis zu sechs kann man davon haben und somit sein Erträge vervielfachen. Diese sind aber verdammt teuer, sodass auch sie erst viel später zur Verfügung stehen. Der Beginn von OceansGarden ist also sehr mühselig und nur etwas für Spieler, die Ausdauer beweisen.

Wettbewerbe

Wenn ein Spieler schon alles erreicht hat, seine Gebäude auf maximaler Stufe sind, sein Haustier auch nichts mehr her gibt und er über alle Pflanzen, sowie Fischarten verfügen kann, dann locken ihn vielleicht noch die Wettbewerbe im Spiel. Hierbei werden Pflanzen und Fische für eine Woche ausgeschrieben und Spieler, welche die größte Stückzahl davon einreichen, erhalten einen Pokal und ein Preisgeld. Dieses steht aber meist in keiner Relation zum möglichen Verkaufserlös der Waren. Diese sind aber nach dem Einreichen unwiderruflich zerstört. Wie gesagt, Wettbewerbe sind nur etwas für den späteren Zeitvertreib.

Gameplay

Die Spielsteuerung in OceansGarden ist denkbar einfach, dank der zwei Menüs. Doch leider liegen diese soweit auseinander, dank des Werbebanners, dass man immer scrollen muss. Es gibt auch keinen Weg daran vorbei, denn mit einem Herauszoomen schafft man nur, dass die Spielfelder unwahrscheinlich klein werden. Die Lagunenfelder sind zwar einige mehr als bei Wurzelimperium oder MyFreeFarm, jedoch wirkt die Gesamtauflösung sehr gedrückt. Hinzu kommt, dass man zu seiner Lagune zwei, anstatt nur einen Klick benötigt. Es geht immer erst zur Übersicht und dann auf die entsprechende Lagune. Zwischendurch hat man schon wieder zweimal Scrollen müssen. Benutzerfreundlich ist etwas anderes und dann gibt es noch Fehler auf den Pflanzfeldern. Wir hatten bspw. ein komplett leeres Feld, aber erhielten eine Nachricht, dass das Feld noch nicht bereit für neue Fische oder Pflanzen sei. Am Aufbau und den Fehlern muss noch gearbeitet werden.

Grafik

Hintergrund und Spielmenü treffen das Thema auf den Kopf. Die ganze Atmosphäre ist düster gehalten, weil es tief unter dem Meeresspiegel kaum Licht zu sehen gibt. Die nautische Umrandung im Schiffsstil macht sich sehr gut. Es stören jedoch die Werbebanner, die teilweise mit kunterbunten Farben überhaupt nicht zum Design passen. Die kleinen Pflanzen und Fische hat man mit sehr viel Liebe zum Detail erstellt, auch wenn sie leider nur wenige Pixel groß dargestellt werden.

Premium

Am Ende des Tutorial erhält man den Premium-Account für einige Tage geschenkt. Natürlich nur, um ihm dem Spieler schmackhaft zu machen. Wenn von Interesse, dann vor allem wegen der Werbefreiheit, denn die blinkenden Bilder stören die ansonsten animationslose Umgebung. Funktionen wie das komplette Anbauen und Ernten mit zwei Klicks sind Standard. Nur als Premium darf man ein Team gründen, was woanders lediglich Spielgold kostet. SponsorPay oder ähnliche Angebote für die Perlen gibt es leider nicht.

Fazit

OceansGarden kombiniert die Möglichkeiten eines Bauernhofes mit der Unterwasserwelt und bietet dazu noch einige Gebäude, sowie das Haustier. Für Abwechslung ist deshalb weitestgehend gesorgt. Dies ist vor allem später wichtig, wenn die Pflanzen und Fische Stunden zum Ernten benötigen. Einen Unterwassersound hätten wir uns gewünscht, aber wenn es Töne zu hören gibt, dann höchstens von den Werbebannern, welche einfach zu groß für das kleine Spielfeld sind. Der Spielspaß steht leider nicht im Vordergrund, woraus sich auch unser Urteil ergibt. Grafisch in Ordnung, aber das Gameplay ist verbesserungswürdig.

Möchtest du nun auch abtauchen und einen eigenen Unterwassergarten hegen und pflegen, dann melde dich doch jetzt kostenlos bei OceansGarden an!

Unsere Bewertung

Grafik: (7/10)
Sound: (0/10) (nicht vorhanden)
Spielspaß: (4/10)

Geeignet für: Anfänger

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OceansGarden Test, 5.0 out of 5 based on 1 rating

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