Tuesday, December 11th, 2018

Bloodmoon Test

2

Bloodmoon TestVampir, Werwolf oder Jäger, welcher Rasse willst du angehören, wenn es in den Kampf um Leben und Tod geht? Die nie enden wollende Schlacht von Werwölfen und Vampiren kennt man ja bereits. Doch in Bloodmoon kommen noch die Jäger hinzu. Wird deshalb daraus ein einzigartiges Browsergame? Das erfahrt ihr in diesem Bloodmoon Test.

Das Leben als Monsterjäger

Gleich bei der Registrierung kann man zwischen den drei Rassen: Vampir, Werwolf und Hunter entscheiden. Wir haben uns beim Test für den Jäger entschieden, doch einen wirklichen Unterschied gibt es nicht zwischen den drei Klassen. Es geht hier also rein nach Geschmackssache.


Nach der Anmeldung geht es zum Profil des Charakters und das Tutorial funktioniert indirekt. D.h. man wird durch ein blinkendes Symbol im Menü darauf hingewiesen, hier sollte einmal geklickt werden. Zu Beginn sind sehr wenige Spielbereiche zugänglich, was sich im Verlauf des Tutorials ändert. So werden im Schloss Aufgaben ausgewählt und erledigt. Hier die ersten zwei kleinen Überraschungen. Der Bildschirm ist animiert und die gezeigte Figur spricht mit einem. „Was willst du?“, fragt der blasse Mann im langen schwarzen Mantel, während im Hintergrund die Kerzen flackern. Eine tolle Atmosphäre, die wir so in vergleichbaren Browsergames noch nicht gesehen haben.

Die ersten Aufgaben

Hat man eine Aufgabe aus dreien gewählt, gilt es einige Minuten zu warten. Die Aufträge enden immer mit einem Kampf, jedoch werden sie unterschiedlich belohnt. Manche Aufträge bringen mehr Gold ein, die andere bereichern mehr an Erfahrung. Hin und wieder gibt es auch Gegenstände als Belohnung oben drauf. Es können nicht unendlich viele Aufgaben pro Tag gelöst werden, da die Ausdauer der Spielfigur begrenzt ist. Die Kämpfe sind sehr gut animiert, wenngleich auch nur die Waffen umherfliegen. Doch die Geräusche von Pistolen, Schrotflinten und Armbrüsten kann man deutlich unterscheiden.

Ausrüstung und Charakter

Nach dem ersten erfolgreichen Auftrag wird empfohlen, den Waffenhändler aufzusuchen. Hier kann man auch zeitgleich seinen Charakter einsehen und dessen Fähigkeiten verstärken. Denn in Bloodmoon werden die Fähigkeiten mit Geld aufgewertet, zusätzlich zum Levelaufstieg. Durch Zufall hat der Händler gerade neue Ware bekommen und das sind nicht nur Waffen. Insgesamt gibt es neun Slots für Waffen, Panzerung, Handschuhe, Ringe usw. Fünf Fähigkeiten können somit verstärkt werden, die für Schaden, Trefferwahrscheinlichkeit, Leben, Händlerpreise und kritische Treffer stehen. Hier bieten sich wieder Spezialisierungen an wie „Der Spieler der nie getroffen werden konnte“ oder „Er hatte den mächtigsten Schlag von allen“ und dies gestaltet jeden Charakter individuell.

Die Jagd & das Labor

Was wäre ein Rollenspiel-Browsergame ohne den Kampf unter den Spielern? In Bloodmoon kämpfen die Rassen gegeneinander. Dafür gibt es die Jagd-Funktion, durch die man alle 15 Minuten einen Spieler attackieren kann. Gewonnene Kämpfe bringen Ehre ein. Man kann zwar so oft kämpfen wie man will, aber je mehr Ehre, desto interessanter wird man auch für die Gegner.

Im Labor werden wir von einer Dame begrüßt, deren Hauptaufgabe die Herstellung von Tränken und Geschmeide ist. Bezahlt wird mit Spielwährung und teilweise auch mit Premiumwährung, für eine Wirkung von jeweils sieben Tagen. Bis zu fünf Tränke kann ein Spieler gleichzeitig aktiviert haben, da diese unterschiedliche Boni auf Erfahrung, Lebensenergie etc. geben.

Freiwillige Zwangspause

Irgendwann geht einem die Blutstropfen aus und man muss bis zum nächsten Tag warten, bis diese Energie wieder aufgefüllt wurde. Dieses Konzept wird in vielen Browsergames mit Rollenspiel-Charakter verwendet. Um sich die Zeit zu vertreiben, können in Bloodmoon Feinde gejagt und Gräber für die Toten ausgehoben werden. Das man jedoch schon zu Beginn des Spiels, nach nicht mal 30 Minuten zu mindestens einer Stunde Arbeit verpflichtet wird, ist kein guter Schachzug gewesen. Allerdings kann man diese auch per Klick abbrechen und damit die letzten beiden Optionen „Weltkarte“ und „Blutsteine“ freischalten.

Gameplay

In Bloodmoon läuft alles flüssig und wirkt stimmig. Die Ladezeiten sind kurz, die Menüführung denkbar einfach. Dennoch fehlt es dem Spiel ein wenig an Tiefe. Die drei Hauptfunktionen beziehen sich auf die Erfüllung von Aufgaben, das Jagen der anderen Spieler und der Arbeit beim Totengräber. Spieler können alle 15 Minuten angegriffen werden, sodass es immer etwas zu tun gibt. Außerdem kann man durch gewonnene Kämpfe ein wenig Ausdauer für die Aufträge zurückgewinnen. Ein in sich schlüssiges Konzept, das für eine lange Zeit Spaß machen kann.

Grafik

Abgerundet wird dies durch die exzellente Grafik und die kleinen Animationen. Jede Figur spricht zu einem, wenn man sie anklickt und bewegt sich auch ein wenig. Im Hintergrund ist meistens auch eine Animation wie Kerzen oder Licht zu sehen. Selbst die Wartebildschirme bei den Aufträgen sind animiert. Rund um viel Bewegung für ein Browsergame, was mit den Kämpfen als Höhepunkt gipfelt.

Premium

Die Blutsteine werden als Premium-Währung in Bloodmoon eingesetzt. Ihr Zweck beschränkt sich auf die sofortige Jagd, ohne Wartezeit und den Kauf von einigen Gegenständen. Zu Beginn sind Blutsteine überhaupt nicht nötig und ihr Einsatz ist fragwürdig. Denn es kann mit ihnen kein Premium-Account erworben werden. Bei Bloodmoon kann man demnach von einem „fast“ kostenlosen Browsergame sprechen. Erst später werden Blutsteine wichtig, wenn man mit ihnen mächtigere Waffen kaufen kann.

Fazit

Bloodmoon ist ein sehr ausgewogenes Spiel. Man hat viel zu tun, muss aber nicht ständig online sein. Die Grafiken, Designs und Animationen sind stimmig. Die gruselige Atmosphäre ist gelungen und wird durch die Sounds bei Kämpfen und die Stimmen der Charaktere unterstrichen. Spannend wird es später mit der Weltkarte, die neue NPC-Gegner freischaltet, die individuell für jede Rasse eingerichtet wurde. Doch was dort geschieht, halten wir geheim. Dies sollt ihr selbst austesten. Ein kleines Manko gibt es nur bei der Jagd, denn hier kann man seine Gegner nicht zuvor ohne Umwege einsehen.

Möchtest du nun auch als Vampir, Werwolf oder Hunter gegen die anderen Rassen antreten? Dann melde dich doch jetzt kostenlos bei Bloodmoon an!

Unsere Bloodmoon Bewertung

Grafik: (8/10)
Sound: (8/10) (viele Sounds, Musik nein)
Spielspaß: (8/10)

Langzeitfaktor: hoch
Geeignet für: Anfänger
Publisher: Playa Games
Genre: Rollenspiel

Deine Bewertung

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 4.3/5 (8 votes cast)
Bloodmoon Test, 4.3 out of 5 based on 8 ratings

Weitere Beiträge:

Comments

2 Responses to “Bloodmoon Test”
  1. Klaus sagt:

    Zwei Dinge die nicht richtig sind:
    1. Am Anfang muss man nicht die Stunde investieren beim Totengräber, man startet die Aufgabe und
    bricht dann gleich wieder ab, man bekommt meiner Meinung nach auch einen Hinweis darauf. Danach wird ebenso alles freigeschaltet.
    2. Man kann sich die Gegner bei der Jagd vorher durchaus ansehen, allerdings mit ein bißchen Aufwand. Man sucht den Namen in der Halle der Ehre, dort kann man die Werte seines Gegners sehen und auch seine Clanzugehörigkeit und damit sogar den Bonus auf die Lebenspunkte.

  2. Christian sagt:

    Hallo Klaus,

    besten Dank für deine Anmerkungen. Bezüglich des ersten Punktes, wusste ich auch, dass man die Arbeit abbrechen kann. Allerdings war mir nicht mehr im Kopf, dass darauf wirklich während des Tutorials explizit darauf hingewiesen wurde. Ich habe die entsprechende Textpassage nun aber angepasst.

    Danke auch für den Hinweis, dass man doch den Gegner einsehen kann, wenn auch nur über Umwege.

    Gruß

    Christian vom Browsergame Magazin

Was meinst du?

Teile hier deine Meinung mit ...