Monday, September 16th, 2019

My Little Farmies Test

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My Little Farmies TestberichtUpjers scheint ein großer Freund von Farmspielen zu sein. Das zeigen unzählige Browsergames des Publishers, bei dem der Spieler seinen eigenen Hof bewirtschaften darf. Zu diesen Spielen zählt sich nun auch My Little Farmies. Dennoch schlägt Upjers hier einen anderen Weg ein. Das fängt bei der Grafik an und endet bei den zahlreichen Produktionsketten. Ob My Little Farmies damit überzeugen kann, das erfahrt ihr in diesem My Little Farmies Test.

Wie alles begann

Wir finden uns auf einer kleinen Farm wieder, die sehr liebevoll eingerichtet wurde. Ein Lagerhaus und ein paar Roggenfelder stehen bereits. Die kleinen Farmies laufen auf und ab, teilen dabei ihre Wünsche mit, sie sind Händler. Das Tutorial begleitet einen recht lang, zwischen 30 Minuten und einer Stunde, abhängig von der Geschwindigkeit des Spielers. Dennoch genießt man von Beginn an Freiheit, indem man entscheiden kann, wo Kornmühle, Felder und Tiergehege platziert werden. Alles in allem wirkt es sehr verspielt, aber mit einem gewissen Charme, der nicht zuletzt durch die Töne der Gebäude und Tiere entsteht. Ungewöhnlich für Upjers Browsergames, die fast alle ohne Sounds auskommen.

Große und kleine Aufgaben

Das Tutorial gibt einem große Aufgaben vor, nach deren Erfüllung man meistens eine Stufe aufsteigt und sich damit weitere Spielbereiche freischaltet. Dazwischen liegt einiges an Wartezeit, die man mit kleineren Aufgaben überbrücken kann. Doch leider sind die kleinen Aufgaben schnell erledigt und neue gibt es erst wieder ab der nächsten Stufe. Upjers möchte damit scheinbar verhindern, dass man zu schnell Fortschritte in My Little Farmies erzielt. Andererseits fördert es den Langzeitspaß und man muss nicht stets online sein. Mit zwei bis drei Logins am Tag, kann man ausreichend gut vorankommen in diesem Browsergame.

Eine große Vielfalt

In My Little Farmies kann man auf eine Vielzahl von Gebäuden, Waren und Tiere zugreifen. Upjers hat hierbei wieder seine Liebe zum Detail bewiesen. Was mit ein paar Hasen und der Kornmühle begann, wird schnell zu einem florierenden Bauernhof, der Säfte herstellt, Bäume fällt und zu Holzmöbeln verarbeitet, Schafe schert und daraus Woll-Produkte fertigt. Zum Test von My Little Farmies standen uns 19 Gebäude und 59 Produkte zur Verfügung. Waren können direkt oder an die umherlaufenden Kunden verkauft werden. Ein Handel mit anderen Spielern ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich.

Die Tierzüchtung

Erst mit den späteren Leveln wird klar, wie umfangreich My Little Farmies wirklich entwickelt wurde. Allein das Thema Tierzüchtung ist ein Thema für sich. Ob Hase, Huhn oder Ziege, sie alle können zehn Stufen durchleben. Je höher sie sind, desto mehr Erfahrung und Wert haben sie. Für die Züchtung müssen bestimmte Faktoren vorhanden sein, eine kleine Herausforderung im Spiel.

Chronischer Geldmangel

Nach etwa einer Stunde tritt spätestens ein chronischer Geldmangel ein. Der Verkauf von Roggen und Weizen sind zunächst die einzigen Einnahmequellen und diese sind nicht besonders lukrativ. 200 Taler werden für fünf Roggenfelder ausgegeben und der Erlös beträgt 225 Taler. Mit einem Gewinn von 25 Talern benötigt man viel Zeit um größere Anschaffungen finanzieren zu können. Die Tiere kann man erst verkaufen, wenn diese ausgewachsen sind. Auch die Quests, wie der Ausbau des Lagerhauses, verlangen tausende von Taler. Es gilt also fleißig zu arbeiten, möglichst viele Felder anzubauen und deren Erzeugnisse zu verkaufen.

Durchhaltevermögen ist gefragt

Ab Stufe 5 wird es schon etwas dynamischer, mit einer Kutschenstation. Mit dieser können die verschiedenen Kartenteile mit anderen Spielern getauscht werden. Auf diese Weise kann man seine Sets voll bekommen, für die man sonst Geld ausgeben müsste. Ein nützliches Feature, um mit seinen Freunden Interaktionen auszutauschen. Langfristig profitieren hiervon aber nur Spieler, die auch bereit sind, Geld auszugeben, um die Booster zu kaufen.

Wenn man es dann aber erst einmal auf Stufe 10 geschafft hat und dafür ist Durchhaltevermögen gefragt, dann kann man einige Gebäude und Möglichkeiten nutzen. Dann wird es auch interessant, worin man als nächstes investiert. Dank der nicht linearen Strukturen, muss man nicht zwingend den großen Aufgaben folgen. Man kann den Fokus allein auf die Tierzucht legen oder nur auf die Agrarwirtschaft und deren weiterführenden Erzeugnisse oder man kombiniert alle Wege miteinander.

Gameplay

Die Spielführung ist schnell erlernt. Am oberen Bildschirmrand sind alle Bereiche zum Lagern, Kaufen und für die Errungenschaften. Im unteren Bereich sind alle frei verfügbaren Gebäude, Tiere und Felder. Die Steuerung ist einfach und reagiert umgehend, was trotz der umfangreichen Grafiken etwas verwundert. Hin und wieder verklickt man sich jedoch, wenn man die Felder Wässern möchte, weil die Buttons auch beim größten Zoom recht klein sind.

Grafik

Grafisch kann man bei My Little Farmies kein Haar in der Suppe finden. Die Figuren sind sehr detailliert ausgearbeitet worden, ebenso die Gebäude. Man kann in verschiedenen Stufen zoomen, wobei wir uns hier noch etwas mehr Nähe gewünscht hätten. Die Vollbildansicht entschädigt dafür aber und erhöht den Spaßfaktor, weil man sich schnell über seine wachsende Farm navigieren kann. Schön sind auch die verschiedenen Phasen zwischen Anbau und Blüte zu sehen. Am morgendlichen Login blühen einem dann viele verschiedene Farben von den Bäumen und Feldern entgegen.

Premium

Mit den Goldbarren kann man sich viele Features kaufen. Die Verlockung durch den chronischen Geldmangel ist auch groß. Sinnvoll erscheint der Kauf von weiteren Slots in Produktionsgebäuden und der Erwerb der Booster, zum Sammeln der Sets. Natürlich kann man auch seine Produktion beschleunigen, aber dann gibt man regelmäßig Geld aus, welches man durch bloßes Abwarten einsparen kann. Einen Premium-Account gibt es in My Little Farmies nicht.

Fazit

Mit dem Browsergame My Little Farmies hat Upjers endlich einen Schritt auf die nächste Stufe gemacht. Die Grafik ist deutlich besser als bei den bisherigen Farmspielen dieses Entwicklers. Der Detailreichtum hat zugenommen. Allein die 3D-Grafik ist ein großer Fortschritt und fasziniert beim Anblick. Die Sounds und kleinen Geräusche von den Tieren und Gebäuden sind unterhaltsam. Jetzt fehlt nur noch eine passende Hintergrundmusik, um eine tolle Atmosphäre zu schaffen. Die Steuerung ist nahezu perfekt und der Langzeitspaß ist deutlich gegeben. Wir können My Little Farmies nach unserem Test nur empfehlen.

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My Little Farmies

Unsere My Little Farmies Bewertung

Grafik: (9/10)
Sound: (5/10) (Sounds ja, Musik nein)
Spielspaß: (8/10)

Langzeitfaktor: hoch
Geeignet für: Anfänger und kinderfreundlich
Publisher: Upjers
Ähnliche Spiele: My Free Farm, Farmerama, KapiFarm, KapiBados, Goodgame Big Farm
Genre: Aufbau

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My Little Farmies Test, 4.2 out of 5 based on 6 ratings

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