Friday, July 1st, 2022

My Free Pirate Test

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Lange Zeit war My Free Pirate in der Beta-Phase, die ersten Bilder und Videos vielversprechend und nun ist das Spiel vor einigen Wochen offiziell gestartet. Da wollten wir doch gleich einmal testen, ob sich das lange Warten gelohnt hat. Hier also unser Test zu My Free Pirate.

Das Tutorial

Eigentlich mit wenigen Worten erklärt: Schiff kaufen, ausrüsten, Mission starten und das gegnerische Schiff versenken. Man muss einige Fenster anklicken, aber das Tutorial ist schnell beendet. Was uns jedoch störte, war das kleine Spielfenster. Einen Vollbild-Modus gibt es zwar, aber diesen kann man erst nach dem Tutorial einschalten und das auch nur, nachdem man sich jedes Mal durch die Einstellungen bis dorthin geklickt hat. Was uns sehr gefallen hat, war die schnelle Einführung, die ungewöhnlich gute Grafik für ein Browsergame und die Musik, sowie die Sounds beim Schiffskampf.

Auf eigenen Holzbeinen

Da das Tutorial ziemlich schnell beendet ist, steht man nach etwa 10 Minuten auf eigenen Piraten-Holzbeinen. Es gab lediglich noch den Tipp, es mit weiteren Quests zu versuchen und das taten wir auch. Zwei Missionen später, konnten wir uns schon einige Verbesserungen leisten und die ersten Kunden im Hafen bedienen. Was aber auffällt, ist die Anzeige für Lebenspunkte, die in den Missionen zwangsläufig Schaden nimmt. Die Reparatur im Hafen beansprucht einiges an Zeit. Solange ein Schiff nicht wieder vollständig repariert ist, darf der Spieler keine neuen Aufträge annehmen. Das führt zu einer starken Einschränkung, wer sein Schiff nicht kostenpflichtig sofort wiederherstellen lassen will. Unter der Anzeige steht noch der Hinweis, dass ein größeres Dock (Update), das Schiff schneller instand setzt. Die Ironie dabei ist, dass man ein Update nur bei voller Lebensenergie durchführen kann und dieses auch verdammt teuer für einen Anfänger ist.

Begrenzter Spielspaß

Neben den Lebenspunkten, die erst vollständig aufgeladen sein müssen, bevor man weiter spielen darf, gibt es noch einen weiteren negativen Aspekt. Pro Tag sind nur fünf kostenlose Missionen erlaubt. Mit echtem Geld (Jollys), kann man sich noch sechs weitere Aufträge am Tag sichern. Dann ist aber auch schon Schluss. So gesehen, kann man sein tägliches Pensum in einer Stunde oder weniger erledigen. In My Free Pirate setzt man den Fokus auf die Arena-Kämpfe, was uns etwas enttäuscht hat. Eine wirklich freie Spielumgebung, wie man sie in ähnlichen Browsergames geboten bekommt, gibt es hier nicht. Gut, es gibt noch die Quests, aber wenn davon eine am Tag erfüllt werden kann, ist man später schon gut dabei.

Die Arena-Kämpfe

Nun haben wir uns dann wenigstens gute Action in den Arena-Kämpfen erhofft. Tja und da kam die nächste Enttäuschung. Die Arena ist erst ab dem fünften Level nutzbar. Mit den Missionen des ersten Tages, kommt man nicht auf Stufe 5 und somit ist die Arena erst ab dem zweiten Spieltag zu gebrauchen. Wenigstens hier ist man frei von Begrenzungen und kann zahlreiche Kämpfe ausführen. Dadurch gibt es viel Abwechslung und momentan befinden sich ausreichend viele Spieler auf dem Server, sodass man in wenigen Sekunden einen passenden Kampf findet.

Gameplay

Das Gameplay in My Free Pirate ist denkbar simpel. Man steuert mit der linken Maustaste das Schiff und mit rechts schießt man. Den Schüssen der Gegner auszuweichen ist eine kleine Herausforderung, aber ansonsten gibt es nicht viel zu tun. Die Beute des letzten Auftrags wird automatisch entladen, man selbst kümmert sich nur um den Verkauf im Hafen. Ansonsten gibt es ein paar Erweiterungen für das Schiff. Wer sich ein neues Gefährt kauft, erhält zusätzliche Slot und mehr Möglichkeiten, zu kombinieren. So setzt ein Spieler auf viele Lebenspunkte und Schusskraft, der nächste geht auf Geschwindigkeit, um schwer getroffen werden zu können.

Grafik

Die Designs sind wirklich. Vor allem die Schiffe, Monster und Türme sind detailliert ausgearbeitet. Kämpft man in der Nahansicht oder hat gerade eine Mission beendet, kann man dies auch sehr gut sehen. Dann erkennt man die kleinen Schaufeln und eine Dampfmaschine, die eine kleine Schaluppe antreibt. Größere Schiffe haben so etwas nicht mehr, aber dafür wehen die mächtigen Segel im Wind und zum Abschluss eines Auftrags, gibt es ein kleines Feuerwerk. Auch bei den verschiedenen Rohstoffen und Items hat man Kreativität walten lassen. Auch ohne Namen hat man eine Vorstellung, was gerade eingesammelt oder gekauft wurde. Die Umgebung ist mit etwas weniger Details versehen, aber immer noch ausreichend gestaltet, Inseln mit Häusern, Buchten, Tempel und vieles mehr gibt es zu sehen. Aber auch wenn die Grafik überzeugen kann, kommt sie doch bei weiten nicht an Konkurrenz-Titeln, wie beispielsweise Kartuga, ran.


Bei wem es der Rechner mitmacht, der kann in den Einstellungen auch die Grafik höher stellen. Dies kann aber zu Aussetzern führen, die man im Kampf nicht gebrauchen kann.

Premium

Mit den „Jollys“ werden die Premium-Funktionen gekauft. Dazu gehören das sofortige Reparieren des Schiffes, sowie das Kaufen zusätzlicher Missionen pro Tag. Pro Jolly erhält man 300 Gold, wenn man ihn eintauscht. Der Premium-Account erhöht die Anzahl der täglichen Missionen von fünf auf acht Stück. Dazu kommt ein 10%-Bonus auf Erfahrung und die Reparatur des Schiffes. Die restlichen Vorteile sind vernachlässigbar und somit ist der Premium-Account von My Free Pirate kein großer Vorteil gegenüber den kostenlosen Spielern. Dafür ist es schon eine ziemliche Frechheit, für einen Monat Premium, rund 15 Euro bezahlen zu müssen.

Fazit

My Free Pirate hat eine längere Beta-Phase hinter sich, aber ist noch längst nicht ausgereift. Der Spielspaß ist momentan nur sehr kurzzeitig gegeben. Grafiken, Sounds und Animationen sind stimmig. Hier hat Upjers gute Arbeit geleistet. Verbesserungsbedarf besteht noch in der Spielvielfalt. Nur fünf Missionen und ein paar Kunden pro Tag, da hat man sich in weniger als einer Stunde durchgeklickt. Etwas spannender wird es mit größeren Schiffen und mehr Möglichkeiten der Besetzung. Doch wir vermuten, dass nur wenige Spieler bis dahin durchhalten. Achja und die Musik könnte etwas abwechslungsreicher sein. Für My Free Pirate ist es noch ein langer Weg, bis zu einem ausgereiften Browsergame, das mit der Konkurrenz auf hoher See mithalten kann.

Möchtest du nun auch in See stechen und dein Glück als Pirat versuchen? Dann melde dich jetzt kostenlos auf My Free Pirate an!

Unsere My Free Pirate Bewertung

Grafik: (8/10)
Sound: (8/10) (Abwechslung fehlt)
Spielspaß: (6/10)

Langzeitfaktor: niedrig
Geeignet für: Anfänger und kinderfreundlich
Publisher: Upjers
Ähnliche Spiele: Kartuga, Seafight, KULTAN, Pirate Storm
Genre: Action

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