Monday, September 16th, 2019

Topia Island Test

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topia-island-logoAngekommen auf einer tropischen Insel, weit weg von den Großstädten, laufen die Uhren langsamer. Topia Island verspricht eine schöne Atmosphäre, kombiniert mit einer leichtgängigen Wirtschaftssimulation. Wir haben getestet, ob Topia Island seinen eigenen Ansprüchen gerecht werden kann. Alles weitere dazu in unserem Topia Island Test.

Die Schergen des Imperiums

Eine der ersten Nachrichten beinhaltet diesen Satz: „Zur Zeit haben wir Ruhe vor den Schergen des Imperiums.“ Wurde uns nicht aber eine idyllische Tropeninsel versprochen, mit einem ruhigen Lebensstil? Eine seltsame Begrüßung, wenn so kontroverse Themen hintereinander angekündigt werden. Erst im späteren Spielverlauf wird sich zeigen, dass hinter Topia Island viel mehr als nur ein typisches Aufbau-Browsergame steckt.


Zusammen mit dem Chat am linken Bildschirmrand, wirkt alles sehr überladen. Diesen kann man jedoch ausblenden, die Freundesliste nicht und so wird man des Öfteren den Zoom benutzen, um den richtigen Bildausschnitt bequem bedienen zu können. In einer tropischen Umgebung, hätten wir uns auch wenigstens ein paar Sounds von karibischen Vögeln oder Meeresrauschen gewünscht. Doch Topia Island bleibt stumm!

Der Insel-Aufbau beginnt

Das Prinzip von Topia Island ist nicht neu, wurde aber mit einigen Details umgesetzt, die man selten sieht. Zunächst gilt es, die Bevölkerung zu vergrößern, da sie für regelmäßige Zahlungen sorgen. Das Gold sammelt sich nur langsam an, Gebäude kosten dagegen ein kleines Vermögen. So entstehen aber kleine und große Ziele, auf die man sparen kann. Neben den Wohnhäusern, gibt es Farmen und Fabriken, die Produkte produzieren und für die interessiert sich besonders einer.

Was sich auf den ersten Blick wie ein friedliches Aufbau-Browsergames präsentiert, überrascht im weiteren Spielverlauf. Die Insel des Spielers wird nämlich vom bösen Imperium bedroht. Dementsprechend muss der Spieler seine Insel natürlich auch verteidigen. So kann man mit anhaltender Spielzeit neben den friedlichen Farmgebäuden auch Militärgebäude wie eine Kaserne oder ein Flugplatz bauen. Die dort rekrutierten Einheiten, die zu Fuß oder in der Luft kämpfen, werden dann gegen das Imperium in den Kampf geschickt, wobei sich imperialistische Einheiten quer über die eigene Insel verteilen.

Poppov der freie Händler

Allein auf einer Insel, kann man nur mit dem Schiff Handel treiben. Die Figur Popov übernimmt in Topia Island diese Aufgabe. Er steuert regelmäßig die Insel an und ist das, was in anderen Simulationen dieser Art als „Kunde“ dargestellt wird. Erfüllt man ihm allerdings regelmäßig seine Aufgaben, dann gibt es viele Belohnungen. Meistens Gold und Erfahrung, aber auch mal ein seltener Rohstoff ist dabei. Mit diesem Charakter, kommt etwas Abwechslung und Vielfalt in das Browsergame.

Ein Facebook-Spiel

Trotz der Vielfalt und der Mühe, die sichtbar in vielen Details wird, bleibt Topia Island ein für Facebook konzipiertes Spiel. Das bedeutet, es wirkt alles sehr überladen und man spielt strikt nach Vorgaben. Wer aufsteigen will, der sollte die Aufgaben erfüllen. Wer diesen Charme liebt, wird mit Topia Island seine Freude haben. Virtuelles und echtes Geld bestimmen das Geschehen, doch in zwei Punkten unterscheidet sich Topia Island von den typischen Facebook Games. Zum einen gibt es keine Aktionspunkte, soll heißen, man ist nicht limitiert in der Zahl seiner Aktionen und muss auch nicht warten, bis sich ein Energiebalken aufgefüllt hat. Dies löste man dadurch, dass die meisten Aktionen wie Bauen oder Ressourcen sammeln, Geld kosten. Dieser Kompromiss steigert deutlich den Spielspaß. Zum anderen sind die Ressourcen anfangs sehr begrenzt und eine gute Planung ist zwingend notwendig, bis man die entsprechenden Produktionsstätten besitzt.

Schneller Fortschritt

Topia Island glänzt mit Vielfalt und das muss es auch, weil die Fortschritte sehr schnell erzielt werden. Die Felder lassen sich mit den ersten Rohstoffen alle paar Minuten ernten. Auch die Wohnhäuser geben sehr schnell ihre Steuern und Arbeitskräfte ab. Der Stufenaufstieg wurde entsprechend angepasst, sodass es ziemlich lange dauert, bis der nächste Level geschafft wurde. Allein für Stufe fünf kann man mit einigen Stunden Spielspaß rechnen. Dies führt dazu, dass man aber auch immer etwas zu klicken hat. Topia Island eignet sich für jene Spieler, die es gern im Hintergrund laufen lassen wollen, um ihre Klicks alle paar Minuten auszuführen. Wer in der Rangliste oben stehen möchte, der muss hier viel Zeit investieren und das muss einem vorher klar sein.

Gameplay

Das Gameplay ist auf Schnelligkeit ausgelegt. Das Ernten von Ressourcen geht schnell und man kann mehrere Arbeitsaufträge am Stück verteilen. Diese werden dann der Reihe nach ausgeführt. Beim Klicken kommt es zu keinen Überlagerungen, nur selten verfehlt man sein Ziel. Auch wenn gerade alles geerntet wurde und viele Ressourcen auf dem Bildschirm liegen, wird nichts falsch angeklickt. Das ist ein großer Pluspunkt, ebenso die drei Zoom-Stufen. Ganz nah am Geschehen braucht man nie zu sein, aber mit größer werdender Insel, ist ein besserer Überblick von Nöten. Insgesamt reagiert das Spiel in angemessen kurzer Zeit auf jede Aktion und das erhöht den Spielspaß.

Grafik

Topia Island ist bunt und zeigt sich unkonventionell bei der Gestaltung seiner Inhalte. Der Händler Poppov trägt bspw. immer eine große Karotte mit sich rum. Man kombiniert den Charme alter Holzhütten mit modernen Fabriken im Insellook. Eine eigenwillige Kombination, die eine gewisse Atmosphäre schafft. Grafisch gibt es deshalb nichts auszusetzen, auch nicht, wenn man den größten Zoom einstellt, um die Details der Gebäude heranzuholen.

Premium

Mit den „Topies“ kann man die Premium-Funktionen des Spiels nutzen. Bau- und Produktionszeiten können verkürzt werden. Man kann unerforschte Gebiete sofort freischalten und sich seltene Gegenstände kaufen. Wirklich nötig ist der Einsatz der Echtgeldwährung nicht. Es gibt auch keinen Premium-Account, aber mit einigen Hilfsmitteln lassen sich bspw. die Erntezeiten auf den Feldern beschleunigen. Gewagt ist die Tatsache, dass man für bis zu 999,99 Euro Topies auf einen Schlag einkaufen kann. Dies Summe kann man auch per Telefon oder SMS abbuchen lassen. Wenn hier Kinder spielen, dürfte der Schock bei den Eltern groß sein, wenn diese sich einmal verklicken.

Fazit

Topia Island ist ein gekonnt in Szene gesetztes Spiel. Es überzeugt durch Geschwindigkeit, farbenfrohe Designs und lang anhaltendem Spielspaß. Der reale Geldeinsatz steht nicht im Vordergrund, birgt aber Gefahren aufgrund der hohen Bestellsummen die zur Auswahl stehen. Grafik und Spieltechnik funktionieren einwandfrei. Man hat es also mit einem ausgereiften Browsergame zu tun, dass stets erweitert wird.

Aber was dem Ganzen die Krone aufsetzen würde, wäre eine schöne Hintergrundmusik. Meeresrauschen und Vogelgesang sind nicht schwer in das Spiel zu integrieren, gäben Topia Island aber noch mehr Atmosphäre. Bleibt zu hoffen, dass die Entwicklung weiterhin aktiv bleibt und dann wird vielleicht auch noch Musik ins Spiel kommen.

Möchtest du nun auch dein eigenes Inselparadies besiedeln? Dann melde dich doch jetzt kostenlos bei Topia Island an!

Unsere Topia Island Bewertung

Grafik: (8/10)
Sound: (0/10) (nicht vorhanden)
Spielspaß: (8/10)

Langzeitfaktor: hoch
Geeignet für: Anfänger
Ähnliche Spiele: Anno Online, Coconut Kingdom, Farmerama, KapiBados
Genre: Aufbau

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Rating: 5.0/5 (1 vote cast)
Topia Island Test, 5.0 out of 5 based on 1 rating

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