Saturday, October 16th, 2021

Piratenkriege Test

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piratenkriege-logo„Rauf aufs Deck und an die Kanonen ihr Landratten. Unser Schiff wird angegriffen und ich als euer Kapitän befehle euch, diese Fischköpfe mit ihrem Schiff zu versenken. Lasst sie uns Kielholen und dann rauben wir ihre Beute.“ So oder so ähnlich kann man sich den Alltag eines Piratenkapitäns vorstellen. Wer dies selbst erleben möchte, der kann Piratenkriege als Browsergame spielen. Wir haben Schiffe, Piraten und Schatztruhen im Browsergame Piratenkriege einem Test unterzogen!

Werbung, Werbung und nochmals Werbung

Das erste dicke Minus gab es gleich nach dem Login von uns. Dass sich ein Browsergame durch Werbung finanziert, ist ganz normal, aber man sollte diese dezent halten. In Piratenkriege zwingt sie sich geradezu auf. In unserem Test war ein Banner in der Kopfzeile zu sehen, der gut 40% unseres Bildschirms in der Vertikalen ausmachte. Dazu noch ein weiteres Banner an der rechten Seite.

Nach etwas Suchen, haben wir dann auch den Einstieg ins Spiel gefunden. Dort befindet man sich nämlich nicht automatisch. Es gilt eine Welt/Server auszuwählen und zu starten. Erst dann kann man sich seine Nation aussuchen und da gibt es schon die erste große Entscheidung.

Nationen mit ihren Stärken und Schwächen

Es empfiehlt sich, bevor man startet, einmal die Spielanleitung zu studieren. Die verschiedenen Nationen verfügen nämlich über unterschiedliche Stärken und Schwächen. Diese sollte man kennen, um eine gute Wahl treffen zu können. Wer sich nicht belesen hat, wird wahrscheinlich schnell so seine Probleme bekommen, wenn er mit Begriffen wie „verschiebbare Kanoniere“ oder „zwei Schiffstypen“ nichts anfangen kann.

Piratenkriege bietet allerdings auch eine Art Anfängermodus, wenn man die Engländer wählt. Später kann man auch mit ihnen normal spielen, was auch immer das bedeuten mag. Durch die ausführlichen Erklärungen, kann man sich ein gutes Bild machen und erkennt, dass es sehr strategisch in diesem Browsergame zugehen muss. Dann noch schnell ein Charakterbild angeklickt und es geht wieder zurück. Zu den schon entdeckten Werbebannern gesellte sich nun noch ein weitere dazu, was dem Gesamtbild weiter schadete.

Das Tutorial

So, nun aber los mit dem Leben als Pirat oder doch nicht? Jeder Spieler erhält eine Insel, von der er aus seine Abenteuer beginnt. Diese verfügt über ein gutes Dutzend an Gebäuden, zum Beispiel eine Goldmine. Hier kam ein technischer Fehler zum Vorschein. Dort hieß es: „Nachdem du ja schon die Goldmine auf Stufe 2 gebaut hast, brauchen wir nun ein Sägewerk und einen Steinbruch!“ Dabei war unsere Goldmine noch auf Stufe 0. Also holten wir erst einmal diesen Ausbau nach, bei dem uns das Tutorial bereits vorausgeeilt war. Wir klickten in der Kolonie-Übersicht also die Goldmine an und suchten nach dem Button zum Ausbauen. Doch wir wurden nicht fündig. Es gab hier lediglich eine Kurzbeschreibung und eine Aufschlüsselung der Stufen und deren Ertrag.


Das Tutorial sprach vom „Rathaus“ als Ausgangspunkt für alle Bauarbeiten. Tatsächlich jedoch, wird dies als „Stadtzentrum“ bezeichnet. Hier fanden wir dann auch die Goldmine und alle anderen Gebäude zum Ausbau. Wie jetzt, 15 Minuten Bauzeit für die erste Stufe? In Piratenkriege braucht man in vielerlei Hinsicht starke Nerven.

Die Aufgaben im Spiel

Zunächst gilt es die Kolonie aufzubauen. Die Grundversorgung mit Rohstoffen ist elementar. Anschließend folgt der Bau einer Waffenfabrik und Hafenanlage, um überhaupt andere Spieler „besuchen“ zu können. Forschungen und Handel stehen ebenso zur Verfügung und in einer Allianz kämpft es sich doch gleich viel besser. Die Vielfalt der Einheiten und Schiffstypen verspricht so einiges. Doch bis dahin muss man erst einmal kommen, wenn die einfachsten Gebäude schon 15 Minuten zu Errichtung benötigen. Der Spielspaß kommt also erst im späteren Verlauf auf seine Kosten.

Gameplay

Sich in Piratenkriege zurechtzufinden, kommt einem kleinen Studium gleich. Das obere Menü erfüllt für das Spielgeschehen keinen Zweck. Dort gelangt man nur zum Forum, der Lobby usw. An der linken Seite sind auch nicht alle Reiter für den Start wichtig. Das Gameplay bezieht sich auf ein paar Klicks und dann wartet man wieder eine gewisse Zeit. Zum Beispiel auf die Fertigstellung einer neuen Gebäudestufe oder die Rekrutierung der Soldaten. Viel Spielspaß kommt dabei nicht auf, nur bei den wahren Strategen. Die Möglichkeiten erinnern mehr an ein Brettspiel wie „Risiko“ als an ein Browsergame. Hier kann noch einiges verbessert werden.

Grafik

Es ist nicht vermessen zu sagen, dass die Vielzahl der Werbeeinblendungen meist besser gestaltet ist, als das eigentliche Design. Zwar gibt es zahlreiche kleine Symbole für Gebäude, Einheiten und Schiffe, aber die Liebe zur Miniatur, ist überall erkennbar. Auch das Spielmenü ist nicht von normaler Größe. Pluspunkte gibt es nur für das Charakterbild und das geschwungene Design des oberen Menüs, in das sich die Spielbereiche gut einfügen. Von der Seekarte braucht man dagegen nicht zu sprechen. Sie ist winzig und mit sehr wenigen Details versehen. Man kann sich sehr schnell zwischen zwei Inseln verklicken, eben weil alles so klein gestaltet wurde.

Premium

Wir hatten es schon geahnt, der erste Punkte auf der Vorteils-Liste als Premium: Keine Werbung. Wer langfristig Piratenkriege spielen möchte, der wird gern darauf zurückgreifen. Sinn und Zweck eines Browsergames ist dies aber nicht. Die weiteren Premium-Features dienen lediglich der besseren Übersicht. Wirtschaftliche Vorteile zieht man daraus nicht. Wer für 60 Tage bucht, erhält den Premium-Monat für 2,50€. Das ist ein sehr niedriger Preis und dem einen oder anderen allein schon wegen der Werbefreiheit wert.

Fazit

Mit Piratenkriege wird bislang nur gezeigt, wie man es nicht machen sollte. Ein gutes Spielkonzept, wird durch eine schlechte Übersicht und massive Werbung zerstört. Der Profit scheint hier an erster Stelle zu stehen. Piratenkriege hat mit Sicherheit hinsichtlich des Spielspaßes einen hohen Langzeitfaktor. Doch ob man daran Gefallen findet, ist die andere Frage. Denn bis zum Bau der ersten Schiffe und der Kriegsführung gehen einige Tage ins Land. Als Pirat hätte man es wohl leichter gehabt, heißt es in der Beschreibung. Dies gilt es aber noch zu testen, denn vom Grundprinzip her, sollten alle dieselben Chancen haben. Die Arbeit an dem Spiel hat erst begonnen und so bleibt zu hoffen, dass man sich über das Design und die Werbung noch einmal Gedanken macht.

Möchtest du nun dem Spiel einen eigenen Test unterziehen, dann melde dich doch jetzt kostenlos auf Piratekriege an!

Piratenkriege

Unsere Piratenkriege Bewertung

Grafik: (3/10)
Sound: (0/10) (nicht vorhanden)
Spielspaß: (5/10)

Langzeitfaktor: mittel
Geeignet für: nur Strategen
Ähnliche Spiele: Kartuga, Seafight, KULTAN, Pirate Storm
Genre: Strategie

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