Monday, December 10th, 2018

Seven Lands Test

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Der bekannte Entwickler InnoGames hat mit dem Browsergame „Seven Lands“ ein weiteres Meisterstück geschaffen. Wir haben uns ohne viel Vorgeplänkel in das Spiel gestürzt und es für euch getestet.

Wähle dein Volk

In Seven Lands kann man sich für eine von vier Rassen (Menschen, Elfen, Orks und Gnome) entscheiden. Daraus folgen unterschiedliche Startwerte. Stärke, Intelligenz, Geschicklichkeit und Konstitution sind es, welche den Charakter und das Spiel beeinflussen. Für unseren Spielbericht von Seven Lands haben wir uns für das Volk der Orks entschieden. Sie gelten als besonders kräftig, haben einen robusten Körper, sind dafür aber weniger geschickt und intelligent. Nur noch schnell Namen und Geschlecht auswählen, dann geht es auch schon los.

Wie geht es los?

Wer hinter dem Namen Seven Lands ein weiteres Rollenspiel-Browsergame vermutet, irrt sich. Wir starteten in einer kleinen Taverne und wurden mit einer Vorgeschichte in das Spiel eingeführt. Wir werden danach von einem Hauszwerg begrüßt und müssen uns zwischen 3 Möglichkeiten entscheiden. Von vergraulen, bis eine Prügelei ist alles dabei. Im Endeffekt läuft es auf die Schlägerei mit dem schwachen Hauszwerg hinaus. Die Animation erfolgt anhand der zwei Figuren und vorgefertigten Attacken. Es leuchten jedoch nur die Schadenswerte auf und wem der Kampf zu lange dauert, der kann sich das „Ergebnis“ gleich anzeigen lassen. Als Belohnung gibt es ein wenig Kupfer, Erfahrung und eine zerbrochene Flasche als Einhandwaffe. Nun ja, jeder große Krieger hat einmal so ähnlich angefangen.

In den nächsten Raum

Nachdem der tapfere Krieger seine sieben Sachen gepackt hat, verlässt er das Zimmer und begibt sich in die Schenke nach unten. Der Krieger nimmt das Gespräch mit dem Wirt auf und verkündet ihm, dass er Abenteurer werden will. Daraufhin wird er vom Wirt ausgelacht, aber dieser macht ihm ein Angebot. Wenn er ihm einen Gefallen tut, bekommt er von ihm eine angemessene Rüstung, um sein Abenteuer beginnen zu können. Der Keller des Wirtshauses wimmelt voller Ratten, welche erledigt werden sollen. Da es keine andere Option gibt, werden diese kurzerhand vernichtet. Die „legendäre Rüstung“, welche dem Krieger versprochen wurde, entpuppt sich als gewöhnliches Hemd, aber besser als nichts. Seven Lands ist ein Spiel, bei dem man sich durch das gesamte Abenteuer klickt. Nach und nach werden weitere Orte und Aufgaben freigeschalten. Diese zu erkunden ist nicht schwer, weshalb wir uns für den Spielbericht auf die weiteren Aspekte des Spieles konzentriert haben.

Die Fertigkeiten und Taktiken

Ein jeder Krieger hat sich auf bestimmte Fähigkeiten spezialisiert. Wenn ein neues Level erreicht wird, erhält man jeweils 5 Attributspunkte und einen Fertigkeitenpunkt. Die Attribute sind Stärke, Geschicklichkeit, Intelligenz und Konstitution. Was diese im Einzelnen bewirken, kann man nachlesen, wenn man mit der Maus über sie fährt. Die Fertigkeiten werden in „allgemein“ und „rassenspezifisch“ unterteilt. Für den Anfang kann der Schlagschaden, die Geschicklichkeit etc. verbessert werden. Für den Ork gibt es zusätzlich die Möglichkeit auf mehr Schnittschaden oder eine bessere Chance auf kritische Treffer. Später werden mächtige Zaubersprüche, Auren und Fähigkeiten hinzugefügt. Für die späteren Fertigkeiten sind Voraussetzungen zu erfüllen, wenn man sie anwenden können möchte. Dies erkennt man als Spieler von Seven Lands an dem einfach strukturierten Fähigkeitenbaum.

Einmal erlernte Fertigkeiten können in einer speziellen Taktik verwendet werden. Das heißt, man kann 7 verschiedene Fähigkeiten in beliebiger Anordnung kombinieren. Diese Schlagfolge wird dann im Kampf angewendet. Leere Felder werden mit einem „einfachen Angriff“ gefüllt. Ebenso gibt es einen weiteren Balken, für spätere Verteidigungs-Techniken. Das macht das Browsergame Seven Lands zu einem Rollenspiel mit strategischem Charakter.

Inventar und Händler

Das Inventar ist sehr simpel aufgebaut. Es wird nur zwischen normalen und Questgegenständen unterschieden. Erhält man einen neuen Gegenstand und die entsprechende Stelle ist beim Charakter noch nicht belegt, so wird dieser sofort eingefügt. So geschah es mit der zerbrochenen Flasche als Waffe und den gefundenen Sandalen.

Beim Händler gibt es ein täglich wechselndes Angebot an Waren. Die verschiedenen Farben der Items lassen erkennen, dass sie nach ihrer Seltenheit bzw. Stärke sortiert wurden. Positiv ist, dass nach wenigen Sekunden ein Vergleichswert zum aktuell getragenen Gegenstand angezeigt wird. Das erspart lästiges Wechseln zwischen Inventar und dem Händler.

Gameplay

Das Spiel besteht aus wenigen Elementen, weshalb es aber nicht weniger spannend ist. Am aktuellen Standort kann gegen diverse Monster oder in der Arena gekämpft werden. Siegt man in dieser, erhält man nicht nur Erfahrung und Kupfer, sondern auch Ruhm. Es steht einem jedoch nur eine begrenzte Anzahl an Kampfpunkten zur Verfügung. Diese laden sich mit der Zeit wieder auf oder können durch Rubine wiederhergestellt werden. Nach Erledigung der ersten Quests bekommt man eine Karte. Diese hilft einem dabei, die nächsten Standorte zu bereisen, neue Quests und stärkere Monster freizuschalten. Angesichts der Größe der Karte, dürfte man mit Seven Lands viele Stunden Spielspaß haben. Insgesamt sucht man in diesem Browsergame die Animationen aber vergeblich.

Grafik

Die Optik in Seven Lands ist ansprechend, aber nicht zu überladen. Das ermöglicht auch relativ kurze Ladezeiten. Die Charaktere und Monster sind sehr detailliert gestaltet, die Karte hingegen etwas zu simpel. Dennoch kommt durch die Grafiken eine abenteuerliche Atmosphäre auf.

Premium-Features

Die Premium-Währung in Seven Lands nennt sich „Rubine“. Mit ihnen kann man besonders starke Gegenstände erwerben und das Angebot des Händlers sofort erneuern. Wem die Übergänge auf der Karte zu lange dauern, kann sie durch den Einsatz von Rubinen verkürzen. Außerdem kann man sie nutzen, um schnell wieder Kampfpunkte zu erlangen.

Fazit

Seven Lands ist ein Rollenspiel Browsergame mit strategischen Elementen. Die Spielsteuerung ist sehr einfach gehalten, die Animationen leider auch. Das macht es aber zu einem Spiel, dass nicht viel Leistung vom PC verlangt. Das Spielprinzip ist nicht neu, aber auf eine moderne Variante verbessert wurden. Man klickt sich durch das gesamte Spiel, nutzt die Karte für sein Abenteuer, immer auf der Suche nach besseren Gegenständen, löst Aufgaben und streicht sich die Belohnungen ein: Wem dies allein zu langweilig ist, der kann sich in den Arenen duellieren und immer neue Taktiken im Kampf ausprobieren. Das Design entspricht den Vorstellungen eines Abenteuers in wilden Zeiten. Nur unser regelmäßiger Wunsch nach musikalisch passender Untermalung im Hintergrund, wurde wieder einmal nicht erfüllt. Insgesamt vergeben wir 4 von 5 Sternen.

Achtung: Das Spiel wird am 01.06.2012 abgeschalten!


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Comments

8 Responses to “Seven Lands Test”
  1. Angela Peters sagt:

    Spiele euer Spiel gern – und immer wieder …
    habe allerdings ein Problem – ich kann seit ca. 2 Wochen die Gegenstände und Attribute nicht anklicken und verschieben. Ich markiere sie nur. Damit hat es sich ausgespielt, da der platz in meinem Inventar überfüllt ist.

  2. Browsergamer sagt:

    Hallo Angela,

    bei solchen spezifischen Spielproblemen würde ich mich direkt an den Entwickler des Spiels wenden. Meistens betreibt dieser ja auch ein Forum zum Spiel.

    Ansonsten gibt es natürlich so Standard-Kniffe, wie z.B. das Löschen des Browser-Caches, vielleicht hilft das ja weiter.

    Gruß und weiterhin viel Spaß beim Spielen!

  3. Angrox sagt:

    Ein sehr schönes Spiel – erinnert ein wenig an eine moderne Version der Abenteuerbücher von früher (Der Hexenmeister vom flammenen Berg oder Einsame Wolf – Reihe).

  4. Gast sagt:

    Nur zu dumm, dass hier keiner versucht hat, dass Spiel zu Ende zu spielen.
    Das Spiel ist noch immer nicht fertig und leidet unter massivem Spielerschwund

  5. Gast sagt:

    Das Spiel ist nicht nur immer noch nicht fertig sondern wird Mitte 2012 eingestampft 😉

  6. Browsergamer sagt:

    Deswegen findet man es inzwischen auch auf unserem Browsergame Friedhof: http://www.browsergame-magazin.de/browsergame-friedhof/ 😉

  7. Andreas sagt:

    Ich finde es bedauerlich damit das Spiel eingestellt wird, spiele es sehr gerne, ´fast jeden Tag wenn ich zeit finde. Das Spiel sollte auf CD rom oder DVD Rom erscheinen und in den Handel gebracht werden.

  8. janine sagt:

    ein tolles spiel. hab es mal eine zeit lang gespielt, doch leider keine zeit mehr dazu. schade.

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