Saturday, October 16th, 2021

Remanum Test

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Remanum-logoIn Remanum bist du einer von tausenden Händlern, die in 20 Städten rund um das Mittelmeer im Zeitalter des Römischen Reichs versuchen, Reichtümer und Ansehen zu sammeln. Baue deine Produktionsstätten geschickt aus um dann deine Ware mit großen Profit an den heimischen Märkten oder der Börse zu verkaufen. Ob man in Remanum wirklich ein Handelsimperium aufbauen kann, oder aber doch eine eBay-Auktion mehr kaufmännisches Können benötigt, das erfährt man im nachfolgenden Remanum Test.

Früh übt sich, wer Händler werden will – Das Tutorial

Bevor man in die Welt „Romulus“ starten kann, muss erst einmal die Stadt und der Charakter ausgewählt werden. Je nach Auslastung werden andere Städte angezeigt, damit es zu keiner Über- bzw. Unterbevölkerung kommt. Wir hatten die Auswahl zwischen einer orientalischen, keltischen, römischen oder karthagischen Stadt. Die orientalischen Stadt Antiochia hatte zu diesem Zeitpunkt wohl noch einige Einwohner nötig, sodass es satte 1000 Demare mehr als bei den anderen Städten gab. Nachdem man dann noch das Aussehend es Charakters und einen Namen bestimmt hat, ging es dann auch endlich los.

Es startet das Tutorial, in dem man erst einmal die einst mächtigen Produktionsstätte des eigenen Vaters aufbauen soll. Damit könne das Ansehen wieder hergestellt werden, was ein wichtiger Schritt für das zukünftige Handelsimperium darstellt. Schon im Tutorial wird klar, nur mit der Verarbeitung der vorhandenen Rohstoffe kann auch lukrativer Handel betrieben werden. Also baut man erst einmal ein Sägewerk um das Holz aus der Forstwirtschaft zu Balken zu verarbeiten. Damit wäre die Produktionskette aber noch lange nicht geschlossen. Zum einen braucht man erst einmal einen Handlanger, den man auf dem Versammlungsplatz anwerben kann. Bevor es aber zu komplexeren Produktionsketten kommt, lernt man erst einmal das Handeln in Remanum. 50 gefundene Bretter sind da ein guter Einstieg. Dabei gilt, je höher die Preise, umso länger dauert es, bis alles verkauft ist. Der Markt ist aber nur ein Teil, die Börse darf natürlich nicht fehlen. Auch hier geht es wiederum, billig einkaufen und teuer verkaufen. Auch die Globalisierung hat vor Remanum nicht halt gemacht. So kann man in fremde Märkte expandieren um so höhere Preise zu erzielen.

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Das ganze läuft so gut, dass am Ende sogar die Familienresidenz dank Cousine Lydia wieder aufgebaut wurde. Nun muss man also auch noch die Politiker umgarnen. Hier kommt mit Lydia ein zweiter Tutorial-Helfer ins Spiel. Diese verschafft einem erst einmal ein Imperator-Account, also ein begrenzten Premium-Account. Damit ausgerüstet geht es zu einem Besuch des Orakels, man spendet für den Ausbau für Gebäude und feiert extravagante Feste.

Wer das komplette Tutorial durchspielen möchte, der muss dafür einiges an Zeit investieren. Der Funktionsumfang und auch die Komplexität von Remanum kann den ein oder anderen Spieler abschrecken, im Vergleich zu anderen Spielen ist der Spieleinstieg deutlich mühsamer.

Vom Land in die Stadt

In Remanum kann man grundsätzlich zwei unterschiedliche Gebäudetypen errichten. Auf dem Land baut man Betriebe die Rohstoffe fördern/produzieren und in der Stadt werden Gebäude erreichtet, die aus den Rohstoffen dann Produkte machen. So fördert die Eisenmine am Tag eine bestimmte Anzahl an Eisen, das dann wiederum vom Schmied in Werkzeuge oder Waffen weiterverarbeitet wird. Ein Produkt, also beispielsweise eine Waffe, erzielt auf dem Markt einen deutlich höheren Preis als das Eisen. Es lohnt sich also im Normalfall, Ressourcen weiterzuverabeiten.

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Markt oder Börse?

Läuft die Produktion von Waren erst einmal an, dann möchte man diese schnellstens zu Geld, respektive Denare (wie die Ingame-Währung heißt), machen. Dafür hat man nun zwei Möglichkeiten. Entweder man verkauft seine Produkte auf dem Markt oder aber man geht an die Börse. Der Markt ist die sichere Verkaufsquelle. Hier wird jede Ware angenommen, egal ob sich ein realer Spieler dafür interessiert oder nicht. Die Zeit, bis die Waren zu Denaren gemacht werden, hängt vom Preis ab. Umso höher man also den Preis für den Verkauf ansetzt, umso länger dauert es auch, bis alle Waren verkauft sind. Da man nur eine begrenzte Anzahl an gleichzeitig verkauften Produkten hat, muss man also abwägen.

In der Börse wird man seine Waren nur los, wenn ein anderer Spieler daran Interesse hat. Dementsprechend spielt hier Angebot und Nachfrage bei der Preisgestaltung eine wichtige Rolle. Im Gegensatz zum Markt, findet man in der Börse mehr Waren, darüber hinaus kann man auch die Börse der anderen Städte besuchen und so das ein oder andere Schnäppchen machen.

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Je nach dem welche Spielstrategie man verfolgt, welche Ware man braucht und vor allem wann man diese Ware braucht, entscheidet ob man sich erst an den Markt, oder erst an die Börse wendet.

Feste steigern das Ansehen

Reich zu werden ist aber nur ein Teil von Remanum. Man möchte nämlich auch mächtig sein und ein hohes Ansehen genießen. Das Ansehen ist auch deshalb wichtig, da neue Produktionsgebäude in der Stadt und auf dem Land erst ab ein bestimmtes Ansehen gebaut werden können. Um das eigene Ansehen zu steigern, sollte man deshalb regelmäßig extravagante Feste veranstalten. Dafür braucht man edle Waren, wie z.B. edles Salz. Weiteres Ansehen erhält man auch durch den Ausbau von öffentlichen Stadtgebäuden.

Eine weiter Möglichkeit mehr Ansehen zu bekommen ist Wählen zu gehen. Denn Wählen ist schließlich Bürgerpflicht. Neben wählen kann man sich auch wählen lassen. Das gibt natürlich einen immensen Ansehensschub, wenn man dann wirklich gewählt wird.

Tipps und Tricks vom Orakel

Das Orakel kann einmal am Tag kostenlos befragt werde. Jede weitere Befragung kostet ein kleines Opfer in Forme von Goldmünzen. Bevor es aber eine Weissagung ausspukt, muss man sich entscheiden ob sich das Orakel zum Thema Reichtum oder zum Thema Macht äußern soll. So gab es uns beim Thema Reichtum beispielsweise Auskunft darüber, welche Betriebe momentan am meisten und welche Betriebe momentan am wenigsten verbreitet sind. Umso kleiner die Konkurrenz, umso größer ist natürlich der Gewinn, sofern die Nachfrage besteht. Diese Weissagung könnte also tatsächlich richtig viel Geld wert sein. Außerdem gibt es immer auch noch ein paar Waren als Schmankerl oben drauf.

Fazit

Remanum ist wirklich ein sehr vielschichtiges und auf den ersten Blick nicht ganz simples Browsergame. Gerade das Wechselspiel zwischen dem Markt und der Börse könnte viele Spieler am Anfang nicht ganz klar sein. Investiert man dann aber etwas Zeit ins Spiel, werden die verschiedenen Möglichkeiten umso klarer. Nach und nach beginnt man Gewinne zu machen und die eigenen Betriebe auszubauen. Die bisherigen eigenen Handelsabläufe werden optimiert und somit der Gewinn maximiert. Letztendlich geht es auch nicht nur darum selbst im Ansehen zu steigen, sondern gemeinsam mit den anderen Bürgern die eigene Heimatstadt voranzubringen.

Bewertung

Grafik: (8/10)
Sound: (0/10) (nicht vorhanden)
Spielspaß: (8/10)

Geeignet für: Fortgeschrittene


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