Saturday, October 16th, 2021

My Free Zoo Test

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Wer keine Lust mehr auf Bigpoints ZooMumba hat, dennoch aber weiterhin vom eigenen Zoo träumt, der ist mit Upjers neuer Zoosimulation bestens beraten. Ob My Free Zoo aber doch nur ein Streichelzoo oder aber einen prukvollene exotischen Tiergarten dem Spieler bietet, das erfährt man im nachfolgenden My Free Zoo Test.

Auf zum eigenen Zoo!

In My Free Zoo steht gleich zu Beginn des Spiels Zoodirektor Wuppermann helfend zur Seite. Er ist der Tutorial-Helfer und führt den Spieler nach und nach in das Spiel ein. So wird bei den ersten Zielen noch sehr tief gestapelt. Schon drei Besucher reichen, damit der angeschlagene Zoo überleben kann. Als Belohnung gibt es dann 1.000 Erfahrungspunkte und 3.000 Zoo-Dollar, die Spielwährung in My Free Zoo. Dann die Ernüchterung, der eigene Zoo besteht lediglich aus einem Gehege mit zwei Schafen. Kein Wunder also, dass damit sich nicht einmal drei Besucher anlocken lassen. Nachdem man dann aber erst einmal den Zoo mit weiteren Gehegen und Tieren wie Schweinen oder Hasen erweitert hat, werden auch mehr Besucher angelockt und schon ist das erste Ziel erreicht.


Nun baut man den Zoo nach und nach aus. Neben neuen Gehegen mit immer neuen Tieren, kauft man sich Dekorationen oder bestimmte Gebäude wie Souvenier-Stände oder Trink- und Essstände um den Besuchern ein noch tolleres Zooerlebnis zu garantieren und für weitere Einnahmen zu sorgen.

Booster-Karten machen den Unterschied!

Was bei ZooMumba das Glücksrad ist, sind in My Free Farm die Booster Packs. Das sind Karten die spezielle Vorteile, wie kostenlose Tiere oder Dekorationsartikel mit sich bringen. Pro Tag gibt es einen Gratis-Bronzebooster. Wer Geld investieren möchte, der kann sich für die Premiumwährung Diamanten entweder ein Silber-Pack oder Gold-Pack erwerben. Je teurer, desto wertvoller sind die Gewinne durch die Karten. Mit dem Bronze-Pack erhält der Spieler im Vergleich zu Silber- und Gold-Pack also lediglich Gegenstände mit geringerem Wert, aber wie heißt es doch so schön: Einen geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Und tatsächlich neben den wertemäßigen eher unspektakulären Gegenständen wie einen kleinen Metallcontainer und einer Frühlingshecke, erspielten wir uns gleich am ersten Tag einen Papagei, der sonst nur für Premiumwährung erhältlich wäre.


Das Prinzip der Booster-Karten ist einfach. Der Spieler bekommt acht umgedrehte Karten vorgelegt, am rechten Rand befinden sich die Gewinne, die jeweils unter den Karten stecken. Nun entscheidet der Zufall, welchen Gewinn man erhält, da man zum einen nicht weiß, unter welcher Karte welcher Gewinn schlummert und man zum anderen aus den acht Karten lediglich vier Karten auswählen darf. Ist darunter dann nicht der Wunschgewinn, kann man für einen Diamanten, also wieder mit Echtgeldeinsatz, eine weitere Karte umdrehen oder es aber am nächsten Tag mit neuen Gewinnen probieren.

Die Gehege – Du kommst hier nicht rein!

Während man bei ZooMumba noch seine Savannen-Zebras auch in die Wintergehege stecken konnte, schiebt dem My Free Zoo nun einen Riegel vor. Tiere können nur in Gehege platziert werden, die für sie auch gedacht sind. Eingeteilt werden die Gehege in: Gras-, Wald-, Felsen-, Savannen-, Dschungel- und Eisgehege. Die meisten Tiere können aber in mehr als nur ein Gehege platziert werden, so fühlt sich beispielsweise das Zebra im Grasland, wie auch in der Savanne sehr wohl. Je Gehege kann nur eine Tierart platziert werden und die Tierarten nehmen unterschiedlich Platz ein. Dementsprechend kann man Gehege in kleiner, mittlerer oder aber auch großer Ausführung bauen.


Standardmäßig sehen die Gehege sehr karg aus, etwas individueller und abwechslungsreicher werden sie, in dem man sie mit Futtertrögen, Tränken oder auch Spielgeräten ausstattet. Das kostet zwar Zoo-Dollar, bringt aber auch einige nette Nebeneffekte mit sich. So erhält man durch diese zusätzliche Erfahrungspunkte oder einen Bonus auf die Tierzucht, da sich die Tiere in ihren Gehegen einfach wohler fühlen.

Mit viel Klickerei zum nächsten Level

Um ein Level aufsteigen und so neue Tiere, Gehege oder andere Attraktionen seinen Zoo-Besuchern bieten zu können, muss man sehr, sehr, sehr viel klicken. So fordert jedes Tier drei Klicks: Es muss gefüttert, unterhalten und gepflegt werden. Jeder Laden und der Zoo selbst muss per Klick abkassiert werden, damit das Geld in die Kassen fließt. Die Besucher machen Müll, sodass man diesen entweder direkt von den Wegen aufkehren, oder aber die aufgestellten Mülleimer leeren muss. Und zu guter Letzt warten da auch noch die Pflanzen, die auch regelmäßig gegossen werden müssen. Es ist also eigentlich immer was zu tun, der nächste Klick wartet schon!


Das macht am Anfang noch Spaß, kann aber dann auf die Dauer doch die Finger überfordern. Umso größer der Zoo wird, umso größere Klicksalven muss man kurz nach dem Einloggen loslassen, um den Zoo wieder auf Vordermann zu bringen. Nervig sind auch die Tagesquests, die zwar nett gemeint sind und weitere Erfahrungspunkte geben, dadurch das sie aber so schnell zu lösen sind, nur weitere Klicks benötigen. Teilweise hat man bei der ganzen Klickerei auch das Gefühl, als gebe es Probleme mit der Hitbox. Denn obwohl man das entsprechende Symbol, z.B. zum Bewässern einer Pflanze anklickt, reagiert das Spiel nicht, sodass erst mit einem weiteren Klick die Pflanze endlich ihre Wasser bekommt.

Technischer Mittelmaß

Technisch kann My Free Zoo in jeglicher Hinsicht nicht von sich überzeugen. Das fängt bei der altbackenden Grafik an, die vor allem bei den Gehegen sehr detailarm und lieblos ist. Außer den Zäunen, hat man hier kräftig gespart. Gespart wurde übrigens auch am Sound. Lediglich Soundschnipsel werden nach den verschiedenen Aktionen wie das Gießen, Abkassieren oder Füttern abgespielt, die aber so nerven, das man schnell auf lautlos stellt. Selbst die Tiere können nicht restlos überzeugen. Sie sehen zwar ganz nett aus und jedes von ihnen besitzt eine kleine Animation – Schweine wälzen sich auf den Boden, ein Papagei fliegt eine kleine Runde in der Luft und ein Kamel setzt sich hin und steht wieder auf – in ihren tristen Käfigen gehen sie aber dennoch unter.

Erfolge, Puzzelteile und vieles mehr

Damit My Free Zoo nicht so schnell langweilig wird, hat der Entwickler einige Elemente eingebaut, die den Spieler an das Browsergame fesseln sollen. So gibt es Erfolge, die man für verschiedene Aktionen bekommt, wie beispielsweise das Füttern von 100 Tieren oder hintereinander 7 Tage spielen. Neben den Erfolgen sammelt man auch Puzzelteile, diese gibt es beispielsweise bei den Booster-Packs zu gewinnen und können wenn sie vollständig sind, gegen Tiere, Gehege usw. eingetauscht werden. Puzzelteile können auch getauscht werden, nämlich mit den Freunden. Freunde sind der Social-Teil des Spiels, auf die nicht verzichtet werden soll. Was My Free Zoo sonst noch so zu bieten hat, das sollte ihr aber selbst herausfinden 😉

Fazit

Wer schon großer Fan von Upjers Farsimulation My Free Farm ist, der wird My Free Zoo lieben. Denn nicht nur die Namen sind ähnlich, sondern auch große Teile des Spiels. An der Grafik hat sich kaum etwas geändert, sie wirkt spartanisch wie eh und je. Spielerisch hingegen bietet My Free Zoo genau das, was man von solch einem Casual-Titel erwarten darf.

Wer nun auch ein virtueller Zoo-Direktor sein möchte, der sollte sich doch jetzt kostenlos bei My Free Zoo* anmelden!

MyFreeZoo

Unsere Bewertung

Grafik: (6/10)
Sound: (3/10) (nur Soundschnipsel)
Spielspaß: (7/10)

Geeignet für: Anfänger

Deine Bewertung

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My Free Zoo Test, 4.1 out of 5 based on 50 ratings

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Comments

One Response to “My Free Zoo Test”
  1. Peter sagt:

    Für viele Dinge dort braucht der Spieler Diamanten.
    So viele Diamanten, wie man benötigt, um halbwegs mitzuhalten,
    kann man nicht erspielen.
    ERGO Echtgeldeinsatz bei halbwegs vorhandenem Ehrgeiz.

    Sonst ist das Spiel wirklich gelungen, keine Frage!
    Doch für den massiv ‚geforderten‘ Echtgeldeinsatz gibts
    glatte 2 Sterne abgezogen.
    Eines der kostenintensivsten Spiele, die ich kenne.

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