Monday, December 10th, 2018

Micemafia Test

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mice-mafia
Wenn einen jemand im Browsergame Micemafia als Ratte bezeichnet, dann ist dies nicht weit von der Wahrheit entfernt. Man findet sich in den Gassen und Hinterhöfen New Yorks wieder und gehört einer Gruppe von, sagen wir mal, nicht wirklich rechtschaffenden Mäusen an. Nach der Registrierung wird man von einem Mäuse-Helfer begrüßt. Er wird einem mit Hilfe des Tutorials die ersten Schritte näher bringen.

Legale Aktivitäten

Ein Mäuserich hat es nicht leicht und benötigt zum Bezahlen Knöpfe. Je mehr davon, desto besser, denn später werden viele davon benötigt, um „spezielle Anschaffungen“ tätigen zu können. Bei unserem Micemafia Test wurde uns nahegelegt, dass wir es mit einem legalen Dinner, einer Art Gaststätte für Mäuse, versuchen sollen. Dann gibt es da noch ein Restaurant, damit die gute italienische Küche den Weg auf den New Yorker Hinterhof findet. Für den perfekten Anschein einer sauberen Fassade wird nun noch eine Bar gebaut. Alle zusammen sorgen für ein kleines Grundeinkommen und einige Besucher des eigenen Hinterhofes. Danach kann man sich um andere „Aktivitäten“ kümmern.

Illegale Produktionen

In der Mäusewelt sind gestreckte und gepanschte Sachen sehr beliebt, wenn auch offiziell nicht gerne gesehen. In der Fabrik, die übrigens eine alte Flasche Weichspüler zu sein scheint, kann man Milch strecken oder synthetischen Käse herstellen. Letzteres ist im Spiel Micemafia gefährlich. Wird man entdeckt, kann dies den Ruf in der Öffentlichkeit ruinieren. Mit beiden Produkten kann man zusätzliche Knöpfe von den eigentlich braven Besuchern des Hinterhofes bekommen.

Mäuse-Gangster, Schutzgeld erpressen, Schmiergelder & Co

Neben dem Hinterhof spielt sich im Hauptquartier das wahre Gangsterleben ab. Hier kann man Mäuse-Gangster, Anwälte und anderes hilfreiches Personal, sowie Transportmittel ala Spielzeugauto bis Luftpost kaufen. Im Hauptquartier wird auch der Handel betrieben. Milch und künstlicher Käse finden hier einen neuen Besitzer, aber Vorsicht, die Katzenpolizei in Micemafia beobachtet jeden deiner Schritte. Über ein Gefahrenbarometer kannst du erkennen, wann die Polizei dich wegen illegaler Tätigkeiten verdächtig. Um eine Razzia zu vermeiden helfen nur Schmiergelder.

Sobald man seinen ersten „Knopfeintreiber“ in den Dienst gestellt hat, kann man die ersten Knöpfe erpressen. Unter dem Vorwand Schutz vor anderen Spielern bieten zu können, sucht man sich auf der Karte ein potentielles Opfer aus und droht ihm mit Gewalt. Dabei können einige zusätzliche Knöpfe herausspringen, die dringend für das Mäuseimperium benötigt werden. Richtig zur Sache geht es dann bei einem Überfall. Durch ihn können feindliche Hinterhöfe ausgeraubt und vielleicht sogar übernommen werden.

Wer hat die größte Macht

In Micemafia kann man nicht nur der Besitzer eines Hinterhofes sein. Ein richtiger Mäuse-Pate verfügt über viele Besitztümer. In den sechs Städten New York, L.A., Chicago, Atlantic City, Miami und Las Vegas kann man jeweils 10 Hinterhöfe besitzen. Die fünf weiteren Städte nach New York bieten bessere Verdienstmöglichkeiten, bergen aber auch ein höheres Risiko. Die neuen Städte müssen mit der Zeit erst freigeschalten werden. Dazu geht man in sein Hauptquartier. Besitzt man ein ausreichend hohes Respektlevel, dann kann man sein Territorium vergrößern. Die Erweiterung des Respektlevels kostet sehr viele Knöpfe, weshalb man sich frühzeitig mit allen „Einnahmequellen“ vertraut machen sollte. Einmal erkämpfter Respekt kann nicht verloren gehen und funktioniert übergreifend auf Hinterhöfe und Städte.

Kämpfe, Übernahmen und der Boxstall

Bei einem Kampf geht es Maus gegen Maus. Entscheidend ist die Kampfkraft. Diese wird von der Konstitution des Gegners abgezogen. Gut geschulte Reflexe können bis zu 50% des eigentlichen Schadens absorbieren. Es können immer nur Hinterhofe in derselben Stadt angegriffen werden. Gewinnt der Angreifer, schlagen sich die Mäuse ihre Taschen voll und nehmen Knöpfe, Milch und Käse als Beute mit nach Hause. Wird man selbst angegriffen und verliert, kann man von Glück reden, wenn man im Lagerhaus zumindest einen Teil der Ware verstecken konnte.

Für komplette Übernahmen eines fremden Hinterhofes wird ein Anwalt benötigt. Er wird beim Angriff mitgeschickt und wenn die Mäuse-Gangster gewinnen, dann besitzt man einen weiteren Hinterhof. Es gibt einen Anfängerschutz, dieser steht bei Level 75. Das Level errechnet sich aus der Summe der Gebäudestufen.

Um die Erfolgschancen bei einem Angriff zu erhöhen, kann man seine Mäuse-Gangster im Boxstall trainieren. Dies steigert ihre drei Grundfertigkeiten Angriff, Konstitution und Reflexe.

Familien und Gangs

Auch im Browsergame Micemafia kann man sich in Gruppen, sogenannten Familien, zusammenschließen. Innerhalb einer Familie können Nachrichten verschickt und die Kasse genutzt werden. Auf Letzteres haben nur der Gründer und sein Consigliere Zugriff. Sie können Knöpfe an Mitglieder der Familie auszahlen. Eine besondere Funktion von Familien ist der Überfall von Zolldepots. Beim Angriff müssen die Teilnehmer die Polizisten überwältigen, um dann beschlagnahmte Milch stehlen zu können. Die Verteilung wird dann von berechtigten Personen durchgeführt.
In jedem anderen Browsergame reicht so eine Gruppierung, aber bei der Micemafia geht es noch einen Schritt weiter. In einer Gang schließen sich mehrere Familien zusammen, um ein großes Machtimperium aufzubauen. Der Gang wird ebenfalls eine Kasse zugeordnet. Innerhalb der Gang können die Familien Krieg führen, genauso mit anderen Gangs. Nur als Mitglied einer Gang kann man die Zentralbank überfallen und große Summen an Knöpfen erbeuten. Das ist wohl, neben der Erweiterung der eigenen Ländereien, das größte Ziel in Micemafia.

Items

Im Browsergame Micemafia gibt es viele nützliche Items. Gleich nach Beendigung haben wir bei unserem Test ein um 10% vergrößertes Lager erhalten. Andere steigern die Produktion von Milch und Käse, verkürzen Bau- und Trainingszeiten oder erhöhen die Einnahmen der Gebäude. Diese und andere Items bleiben nach dem Erwerb ein Leben lang erhalten und können den feinen Unterschied zur Konkurrenz ausmachen.

Fazit

Die Idee beim Browsergame Micemafia versprüht viel Witz und Charme. Die Vorstellung von Mäuse-Gangster, Familien und Gangs ist einmalig und kreativ. Die Grafiken wurden gut umgesetzt, sodass eine Atmosphäre von schmutzigen Geschäften, „hartem“ Gangster-Leben und heißen Kämpfen entsteht. Auch die Funktion der Gangs ist einmalig. Für gewöhnlich reicht eine Gruppierungsform in Browsergames aus. Was noch hinzugefügt werden könnte, wäre ein Musikplayer mit mehreren Liedern im Mafia-Stil. Ansonsten ist es eine willkommene Abwechslung innerhalb der Strategie-Browsergames.

Wer nun Lust darauf selbst als Mäusepate einige der größten amerikanischen Metropolen zu beherrschen, der sollte sich am besten noch heute bei MiceMafia anmelden.


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