Monday, January 17th, 2022

Days of Evil Test

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Wenn sich die Story des Browsergames Days of Evil als wahr entpuppt, steht den Menschen im 28. Jahrhundert wieder eine Diktatur bevor. Allein die H.A.U.N.T.-Corporation schwingt das politische Zepter und bestimmt die Geschicke der Nation. Frieden schreibt sich die Corporation auf die Fahne, in Wahrheit trachten die Alleinherrscher aber nach dem Leben aller Days of Evil-Spieler. Zu unser aller Glück verfügt jeder Spieler über einen Mech mit Symmetrie-Jammer.

Dieser befördert uns in eine neue Zeit und Welt – wir haben uns das Browsergame angeschaut und überprüft, wie „evil“ die „days“ tatsächlich waren.

Orks und Magma-Lords: Zurück in die Zukunft mal anders

Scheinbar spielte der Symmetrie-Jammer etwas verrückt – statt nur in die Vergangenheit stolperst du in Days of Evil in eine Parallelwelt mit Fantasy-Geschöpfen. Anfänglich irritiert fängst du dich bald wieder, immerhin kann deinem Mech selbst ein Magma-Lord kaum etwas anhaben. Alsbald eroberst du die erste Burg und scharst einige Leibeigene um dich, die dein Heer bilden. Um weitere unfreiwillige Freiwillige zu finden, schickst du dein Heer einfach auf Beutezug durch die Stadt.


Grundsätzlich besteht dein Ziel in Days of Evil darin, wie die H.A.U.N.T.-Corporation zu regieren: allein. Zugleich stiftest du Unfrieden und spielst Gott, indem du mit deinem Mech andere Wesen unterjochst und unter deine Fittiche nimmst. Damit dein Heer aber in der Schlacht auch anständig kämpfen kann, benötigst du Waffen und Rüstungen. Als ungeliebter Herrscher produzierst du wohl oder übel selbst.

Zumindest stehen einige Imps bereit, die Wasser aus dem Brunnen fördern, Holz fällen, stundenlang im Steinbruch schuften oder auf der Farm Felder bestellen. Ressourcen kannst du entweder direkt auf dem Trollmarkt in bare Münze verwandeln, dem reisenden Händler mitgeben oder per Vertrag an bestimmte Spieler verkaufen. Umgekehrt kannst du auch selbst kaufen, falls dir noch wichtige Rohstoffe fürs nächste Gebäude fehlen.

Aktionen in Days of Evil: Beutezug, Dungeon oder Boss-Gefecht?

Sobald die Wirtschaft floriert und das Heer steht, kannst du etwa auf Beutezug gehen. Während des Beutezugs sammelst du Gold und kannst mit etwas Glück auch Leibeigene, Ausrüstung und weitere Güter finden. Je nachdem, wie lange du durch die Lande streifst, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit auf Leibeigene. Ebenso kannst du für zwölf Stunden im Dungeon verschwinden und noch bessere Ausrüstung und mehr Gold einsacken.


Besonders mutige Herrscher schicken ihre Truppe gleich zum Boss – dies dauert sogar 24 Stunden, dafür winken im Falle des Erfolgs eine epische Einheit und jede Menge Gold. Auch abseits dieser Aktionen kannst du die Blutgier deiner Orks und Nekromanten stillen – im Kampf gegen andere Days of Evil-Herrscher kannst du Ehre gewinnen, Punkte sammeln und in der Rangliste nach oben steigen.

Neben dem Heer spielt auch der Mech eine wichtige Rolle. Als Wissenschaftler forschst du weiter an neuen Waffen und Extras, schraubst die Attribute in die Höhe und sorgst für genügend Treibstoff – andernfalls muss der Mech zuhause bleiben. Forschungen kosten für gewöhnlich Zeit und Gold, der besser ausgebildete Mech benötigt darüber hinaus aber auch Stahl, Zahnräder, Batterien, einen Motor, Platinen, Hydraulik-Pumpen und ein KI-System. Nichts leichter als das.

Gameplay

Vom Gameplay her bestimmst du selbst das Ziel. Manch einer orientiert sich an den Ranglisten und träumt vom Thron, andere folgen eher den Quests und bauen danach ihre Gebäude aus. Apropos Quests: Anfangs führen diese durch die ersten Tage im Browsergame und weisen dich auf Features hin. Zum Beispiel musst du in der fünften Story-Quest Arena-Kämpfe bestreiten, und das zwingend erfolgreich.

Also setzt du dich mit dem Heer auseinander, beschäftigst dich mit den Einheiten oder liest sogar die Online-Hilfe. Hilfreich: Wenn du dich nach einem Login fragst, welche Aufgaben als nächstes anstehen, kannst du in die Festung schauen – ein aufgerolltes Pergament gibt darüber Aufschluss, dass etwa noch Quests warten oder einige Imps nicht arbeiten. Diese Aufgaben kannst du erfüllen, musst du aber nicht.


Gerade beim Thema Produktion sticht Days of Evil auffallend heraus. In anderen Browserspielen kannst du dich tagelang nicht einloggen und die Produktion läuft wie gewohnt weiter, ganz anders in Days of Evil. Wenn du deine Imps nicht in den Steinbruch schickst, steigt die Anzahl der Steine auch nach einer Woche nicht weiter. Wie du dennoch genügend Rohstoffe generierst, verraten wir in unserem Tipps-und-Tricks-Artikel zum Browsergame.

Grafik

Grafisch offenbart Days of Evil vor allem, dass hinter dem Projekt nur ein kleines Entwickler-Team und kein schwerer Publisher steht. Entsprechend weist das Browsergame viele Text-Einblendungen auf, die Geschichte aber wird mittels „Diashow“ erzählt – das gefällt. Genauso überzeugen uns die Buttons in der Navigation, der Imptreiber links unten schaut besonders treibend drein. Trotzdem wird niemand wegen der grafischen Finesse Days of Evil spielen.

Premium

Anders als viele Browsergames hält Days of Evil das Premium-Konzept im Hintergrund und weist nicht in jedem Fenster auf Premium-Accounts und -Items hin. Wer das kostenlose Browsergame besonders ausgiebig spielt, kann sich für 30 Seelen (Premium-Währung des Spiels) einen Premium-Account für einen Monat holen. 30 Seelen kosten im Seelenhändler-Shop nur 2,99 Euro – durchaus im Rahmen.

Durch den Premium-Account erhältst du etwa fünf Imps gratis, erhöhst die Chance auf Beute und musst keine Gebühren beim reisenden Händler aufwenden. Wenn dir Gold auf dem Konto fehlt, kannst du auch Seelen in Taler verwandeln – „seelenlose“ Spieler wiederum lösen Aufgaben oder schicken das Heer im Dungeon zum nächsten Boss. Leibeigene kannst du ebenso kaufen wie den bereits erwähnten Imptreiber, für den Start halten die Entwickler auch ein Starter-Kit bereit.

Fazit

Widmen wir uns dem Fazit, dass eher ernüchternd ausfällt. Zwar verdient Days of Evil zweifellos den Underdog-Bonus, aber trotz der positiven Seiten fällt das Browsergame einfach hinter die Zeit zurück. Immerhin bietet das Browserspiel in puncto Gameplay einige Neuerungen. Zu erwähnen sei hier etwa das Pergament in der Festung, dass auf mögliche Aufgaben hinweist. Als Herrscher kann ich selbst entscheiden, ob ich diese heute, morgen oder gar nicht erfüllen muss.

Auch die Produktion über die Imps, die nur auf Bitten und Betteln Ressourcen beschaffen, gefällt. Trotzdem bewerten wir den Spielspaß mit nur sechs von zehn Punkten und fragen uns: Wundert sich der Wissenschaftler eigentlich nicht darüber, dass neben ihm tausende „Klone“ samt weiterer Mechs existieren und den Planeten bevölkern? Oder haben die Wissenschaftler im 28. Jahrhundert kollektiv beschlossen, in die parallele Vergangenheit zu reisen?

Möchtest du nun auch mit deinem Mech auf Streifzug gehen? Dann spiele doch jetzt kostenlos Days of Evil*!

Unsere Bewertung

Grafik: (5/10)
Sound: (0/10) (nicht vorhanden)
Spielspaß: (6/10)

Geeignet für: Anfänger bis Fortgeschrittene

Deine Bewertung

Bewerte hier nun selbst Days of Evil und schreib uns in den Kommentaren was du über das Spiel denkst!

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Rating: 4.5/5 (12 votes cast)

Days of Evil Test, 4.5 out of 5 based on 12 ratings

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Comments

2 Responses to “Days of Evil Test”
  1. Tim sagt:

    Vieeeel zu schlecht bewertet! Das Spiel ist genial!

  2. TimS sagt:

    War Anfangs ein super Spiel, leider schreitet die Entwiklung voran und das zum Teil sehr unbedacht.
    Aus einem gruppendynamischen Gildenwirtschaftsspiel mit einem Kampfsystem für Solo und Gilde, wird für die Solospieler das Ganze mehr zu einem Glücksspiel. Spielintelligenz war früher sehr gefragt, um schnell Heer oder Wirtschaft aufzubauen. Jetzt wird es immer mehr zu einem Glückspiel, mit einer gut geplanten Wirtschaft hat es nichts mehr zu tun.
    Positiv ist, das sich Spieler einbringen können, was natürlich auch Nachteile mit sich bringt.

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