Tuesday, December 11th, 2018

HTML5 und 3D – Browsergame Frameworks mit JavaScript Buchbesprechung

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Mit dem Buch „HTML5 und 3D – Browsergame Frameworks mit JavaScript“ von Manuel Schenk erhalten Interessierte schon jetzt einen Einblick, was mit HTML5 und JavaScript so alles möglich ist.

Zwar befindet sich HTML5 noch in der Entwicklungsphase, durch aber schon recht ausgereifte Entwürfe sind sich viele einig: HTML5 wird ein ganz großer Wurf. Auch der Browsergame-Markt könnte von HTML5 stark profitieren, bereits jetzt gibt es die ersten HTML5-Browsergames. Entwickler werden sich vor HTML5 also wohl nicht verschließen können, sodass das Buch „HTML5 und 3D – Browsergame Frameworks mit JavaScript“ ein ideale Einstieg in die Thematik darstellen könnte. Was man im Buch alles erfährt, dass schildert die nachfolgende Rezension.

Schon der Untertitel: „Das Praxisbuch für JavaScript-Entwickler“ spezifiziert nicht nur die Zielgruppe der Lektüre, sondern auch was diese von der Lektüre erwarten dürfen. So empfiehlt es sich Grundkenntnisse in HTML und JavaScript zu besitzen. Wer dies nicht erfüllen kann, aber dennoch großes Interesse am Thema hat, der sollte zumindestens eine andere Programmiersprache gut beherrschen, bzw. allgemein Programmiererfahrung mit bringen. Ansonsten ist der Inhalt leider nicht nachzuvollziehen, da sich der Autor mit seinem Buch explizit an schon fortgeschrittene Programmierer wendet. Wer sich zu diesem Personenkreis zählt, der darf sich über ein sehr praxisorientiertes Buch freuen.

Das Buch kann man grob in zwei Abschnitte unterteilen. Der erste große Abschnitt befasst sich rund um die 2D-Programmierung. Der zweite, deutlich kürzere Abschnitt, widmet sich dann der dritten Dimension im Browser.

Der Einstieg in die Thematik gelingt dem Autor Manuel Schenk sehr gut. Er hält sich erst gar nicht lange mit der Theorie auf, sondern beginnt gleich mit den ersten Praxisbeispielen. Dabei beginnt er mit den obligatorischen Beispielen wie der Text- oder Bildausgabe. Im Mittelpunkt steht natürlich das Canvas-Element, mit dem durchgängig gearbeitet wird. Nach einigen Worten und Beispielen zu Events und dem BackBuffer geht es plötzlich sehr schnell und man sieht sich vor der Aufgabe, ein komplettes 2D-Browsergame mit HTML5 und JavaScript zu realisieren. Aber auch hier wieder gelingt es dem Autor den Leser nicht zu überfordern. Das Spiel wird nämlich nach und nach ausgebaut und erweitert. Man erkennt sofort den roten Faden und freut sich auf jedes weitere Kapitel, in dem sich das Spiel nach und nach vervollständigt. Nach dem Framework folgt die animierte Spielfigur, dann setzt man Objekte in das Level und schafft Interaktion damit. Zu guter Letzt will man ja auch etwas Action und erweitert das Spiel nicht nur mit Gegner, sondern auch mit deren Interaktion. Am Ende rundet man das ganze noch mit Musik und Soundeffekten ab. Im Grunde wäre damit das erste HTML5-Javascript-Browsergame so gut wie fertig. Im Buch wird das Spiel aber sogar noch um einen Leveleditor erweitert. Schon nach sehr kurzer Zeit hat man ein zwar recht simples, dafür aber auch schon sehenswerte 2D-Browsergame in bester Diablo-Manier erschaffen. Natürlich dient dieses nur als Demonstration was mit HTML5 in Verbindung mit JavaScript alles möglich ist.

html5-2D-browsergame

Im letzten Teil des Buchs wird dann noch das Thema X3DOM angeschnitten. Auch hier dominiert wieder die Praxis, sodass nach Grundlagenbeispielen noch einmal ein komplettes Spiel, diesmal in 3D programmiert wird. Zwar ist dieses weniger aufwändig wie das 2D-Beispiel, das 3D-Vier-Gewinnt-Spiel zeigt aber wiederum, was alles möglich ist.

Alle Code-Beispiele kann man natürlich von der Website des Autors herunterladen, sodass einem das mühsame Abtippen erspart bleibt. Sämtliche Beispiele, bis auf das Spiel-Beispiel mit Sound, waren in den Browsern Firefox (Version 6.0.1) und Opera (Version 11.50) lauffähig. Bzgl. des fehlerhaften Sound-Beispiels erläuterte uns auf Nachfrage der Autor, dass dieses unter Google Chrome laufen würde und die Fehlfunktion unter Firefox und Opera auf die fehlende Implementierung der Unternehmen zurückzuführen sei.

Fazit

In „HTML5 und 3D – Browsergame Frameworks mit JavaScript“ erwartet den Leser von der ersten Seite praktische Beispiele zum einfachen Nachvollziehen. Das spielende Lernen von HTML5 und JavaScript kann man hier wortwörtlich nehmen, statt langweilige Formulare programmiert man nämlich schon nach kurzer Zeit ein ganzes Browsergame. Dies hat allerdings auch seinen Preis, denn für Programmiereinsteiger ist das Buch nicht zu empfehlen. Die Erklärungen sind zwar verständlich, dennoch aber sehr knapp bemessen, wirklich nachvollziehen kann sie nur jemand, der selbst schon Programmiererfahrung aufweisen kann. Für letztere ist das Buch allerdings auf jeden Fall empfehlenswert. Gerade weil HTML5 den Online-Spiele-Bereich auffrischen könnte, sollte man auf jeden Fall ein Blick ins Buch werfen.

Das Buch gibt es unter anderem bei Amazon für rund 30 Euro (bzw. in der neusten Ausgabe Stand 11/2011 für 24,95 Euro) zu kaufen.


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Comments

One Response to “HTML5 und 3D – Browsergame Frameworks mit JavaScript Buchbesprechung”
  1. Max sagt:

    Hört sich definitiv interessant an und inzwischen unterstützen ja auch die meisten Browser schon viele HTML5-Befehle. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass es eine Neuauflage des Buchs gibt, falls sich wirklich die Technik noch gewaltig ändern wird, wobei ich davon eher nicht ausgehe …

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