Monday, December 10th, 2018

Haben Browsergames eine Zukunft oder sind sie eine aussterbende Kunstform?

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Besonders in den Anfängen des Internets waren Browsergames der neueste Schrei. Sie benötigen wenig Bandbreite, sind einfach zu verstehen und versprechen eine kurzlebige Unterhaltung für zwischen durch. Mittlerweile sind neben den simplen Jump’n’Runs auch komplexe Rollenspiele auf dem Markt erschienen, bei denen man nicht nur seinen Spielstand speichern, sondern auch langfristig etwas aufbauen und seine Strategie planen kann. Laut einer Statistik von 2008 bis 2015 ist die Anzahl der Spieler von Browsergames jedoch konstant gewachsen. Dies mag dafür sprechen, dass Browsergames weiterhin beliebt sind, doch die Steigerung hängt auch mit der Menge an Browsergames zusammen, die in den letzten zehn Jahren erschienen sind: Während 2008 noch 11,5 Millionen Computer-User Browsergames spielten, waren es 2015 rund 15,7 – eine Steigerung, die zwar deutlich ist, aber im Verhältnis zu der Menge an neuen Spielen trotzdem einen Rückgang bei den einzelnen Browsergames erahnen lässt. Im Vergleich zu den Jahren 2013 (16,3 Millionen) und 2014 (17,4 Millionen) geht es nun außerdem langsam bergab. Dies liegt mitunter daran, dass einige Browser und Geräte Flash nicht mehr unterstützen und sich stattdessen mit HTML5 ausrüsten.

Sterben damit die Browsergames tatsächlich aus?
Natürlich wissen wir nicht, was die Zukunft bringt, aber unsere Prognose ist eindeutig: Nein! Doch die Art, wie Browsergames funktionieren, muss sich auf jeden Fall weiterentwickeln, denn die Großteils Flash-basierten Spiele könnten bald in Schwierigkeiten geraten. Adobe hat für das Jahr 2020 nämlich das Ende der Plattform angekündigt. Auch jetzt schon verlassen sich viele Entwickler nicht mehr auf Flash und das hat seine Gründe: Vor allem der ehemalige Apple Chef Steve Jobs sprach sich gegen Flash aus, da es für die Ära der PCs gemacht wurde und nicht mit den technischen Anforderungen mobiler Geräte mithalten kann, so Jobs. So sollen Flash-Applikationen besonders viel Akku verbrauchen, nicht besonders gut mit Touch-Funktionen zusammenspielen und auch einige Sicherheitslücken haben. Diese Sicherheitslücken werden jedoch durch häufige Updates verringert und natürlich gibt es für Flash auch viele positive Argumente. Flash wird immer noch von sehr vielen Geräten unterstützt und sobald der Flash-Player heruntergeladen wurde, gibt es keine Kompatibilitätsprobleme beim Abspielen. Im Vergleich dazu wird das neuere HTML5 noch nicht von allen Browsern unterstützt. Das wird sich aber in Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit ändern, weshalb jetzt schon viele Browsergames auf HTML5 basieren. Die neue Technik soll nicht nur mehr Sicherheit bieten, sondern auch mit verbesserten Grafikmöglichkeiten so manchem Konsolengame die Show stehlen, wie zum Beispiel das Game „Strike Fortress“ beweist.


A Look at the Future of Browser-Based Games

Browsergames in allen Variatonen
Schon lange sind Browsergames nicht mehr nur kurzlebige Tetris-Klone oder Jump’n’Run und Actiongames. Heute kann beinahe jeder sein eigenes Browsergame gestalten, ohne große Programmierfähigkeiten vorweisen zu müssen. Dazu können einfach Dienste wie MafiaControl benutzt werden, die Spiele mit wenigen Klicks zum Leben erwecken können.


Aber auch viele Indie-Studios investieren in den Markt der Browsergames, denn die Spiele benötigen weniger Aufwand und finanzielle Mittel als Konsolenspiele und können schneller an eine breite Masse an Spielern gelangen. Dadurch entsteht eine große Variation an spannenden Games verschiedenster Genres. Und das ist es, was Browsergames so besonders macht. Mit wenigen Klicks wechselt man von einem Strategiespiel zu einem Puzzleabenteuer und muss dazu nicht langwierige Installationen abwarten. Auch Online-Casinos bauen auf die Nutzung von Browsergames auf, damit ihre Kunden möglichst schnell und unkompliziert mit dem Spielen beginnen können. Browsergames wie „Castle Builder II“ von Betway Casino versprechen schnellen Spielspaß, ohne erst eine designierte App herunterladen zu müssen. Außerdem bieten viele Browsergames die Möglichkeit, online gegen jede Menge anderer Spieler anzutreten. Deshalb haben sich Strategiespiele und MMOs besonders bewährt und sind heute beliebter denn je. Spiele wie das MMO „Battlestar Galactica“ Online hatten drei Monate nach dem Erscheinungsdatum über 2 Millionen registrierte Nutzer. Das Flash-Game „Dark Orbit“, das 2006 erschien, zählt mittlerweile sage und schreibe 95 Millionen Mitglieder. Aber auch simple Spiele wie der Hit „Flow“ schaffen es auf die Bestenliste der Browsergames. Das meditative Flash-Spiel diente sogar später als Vorlage für ein Konsolenspiel.

Browsergames sind nach wie vor gefragt. Sie können schnell und unkompliziert gespielt werden, verlangen keine besonders starke Verbindung und bietet die Möglichkeit, online mit anderen Spielern zu interagieren. Auch wenn momentan noch viele Flash-Games auf dem Markt sind, so wird sich die Zukunft wohl eher Richtung HTML5 bewegen. Uns ist aber vor allem eines wichtig: Der Spaß an den Games!


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