Sunday, December 5th, 2021

Facebook wird Meta

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Zuckerberg verspricht „Zukunft“, die Videospiele schon vor Jahren geliefert haben

Vor 17 Jahren hat Marc Zuckerberg – nicht ahnend, welche Marktmacht das Unternehmen einmal haben wird – eine Firma mit dem klingenden Namen Facebook gegründet. 2021 ist es für das milliardenschwere Unternehmen an der Zeit, sich neu zu erfinden und einen zeitgemäßen Markennamen zu launchen. Der Facebook Konzern, zu dem mittlerweile nicht nur diese eine Social Media Plattform gehört, heißt ab sofort Meta. Der Firmenboss erwartet mit dieser neuen Dachmarke mehr Seriosität, mehr Virtual Reality und indirekt für alle Zocker: mehr Gaming Benefits.

Der gute Ruf im Fokus

Der Konzern geriet in den letzten Monaten immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Themen wie Falschinformationen oder Leaks sowie „gläserne“ User dominierten die Schlagzeilen. Zuckerberg möchte mit der neuen Marke Meta wieder ehrliche Werte aufbauen. Einen solchen Prozess durchlaufen verschiedene Sektoren der Online-Welt. Imagepflege ist in vielen Branchen besonders relevant: Online-Spielbanken etwa mussten und müssen ebenfalls kontinuierlich an ihrem Auftritt arbeiten. Dazu tragen zum Beispiel europäische Lizenzen und ein seriöser Casino Bonus bei. In Deutschland trat mit Juli 2021 auch der neue Glücksspielvertrag in Kraft, der die Seriosität der Anbieter mit der Möglichkeit für deutsche Zulassungen noch einmal unterstreicht. Der Gaming-Sektor ansich ist von dem einstigen Image und Klischees von sozial abgeschotteten Usern mit Eigenbau-PCs im Keller mittlerweile Lichtjahre entfernt. Die gute Reputation ist für Unternehmen der Branche genauso wichtig wie für die Big Player der Social Media. Aber noch etwas verbindet diese beiden – der Spaß am Spiel. Schließlich macht der Meta Konzern satte Gewinne mit Gaming im klassischen Stil sowie der eigenen App Facebook Gaming. Beide Branchen möchten die User zufriedenstellen.

Eine der mächtigsten Strukturen im Internet

Facebook begann als Studentenprojekt für ein paar Freunde. Die Plattform und auch Social Media als solches wurden immer größer. Später kaufte der Konzern noch Instagram und WhatsApp und so wurde aus dem kleinen Startup auf einmal eine der mächtigsten Strukturen des Internets. Laut Zuckerberg war es mit der bisherigen Marke nicht möglich, die ganze Angebotspalette des Unternehmens widerzuspiegeln. Mit der neuen Dachmarke ist dies nun gewährleistet. Im „Metaverse“ sollen nach der Vorstellung des 37-Jährigen physische und digitale Welten zusammenkommen. Das, was uns Videospiele schon vor Jahren geliefert haben, soll nun auch in der Realität möglich werden. Wie genau? Das erklärt Zuckerberg mit dem Schlagwort der virtuellen Realität (VR). Mit Spezialbrillen soll man in digitale Welten eintauchen können und seinen „Avatar“ so zum Leben erwecken. Dies wird für das Gaming ebenso interessant wie für die Social Hangouts, wo man sich mit Freunden treffen kann.

Metaversum – Internet dreidimensional

Das Ziel ist ein Metaversum im Stil des SciFi-Films Ready Player One zu schaffen. Mit dieser digitalen Parallelwelt soll es möglich werden, das Internet dreidimensional zu erweitern. Weiter beschreibt Zuckerberg das Metaversum als „ein Gefühl der Präsenz – als ob man genau dort mit einer anderen Person oder an einem anderen Ort wäre“. Als einen Baustein des Metaverse Konzeptes sieht der Facebook Gründer aber auch die erweiterte Realität – die Augmented Reality (AR). Hier werden die digitalen Inhalte auf Displays oder mithilfe von Projektor-Brillen für den Betrachter in die reale Umgebung eingeblendet. Zuckerberg ist außerdem der Meinung, dass das „Metaverse“ der Nachfolger für das mobile Internet sein wird. Dieser Geschäftszweig wird unter dem Markennamen „Horizon“ ausgebaut. Bei der hauseigenen Entwicklerkonferenz „Connect“ gab es die bisher ausführlichste Beschreibung des „Metaverse“-Konzepts:

  • Es wird eine virtuelle Welt sein.
  • In diese virtuelle Welt kann man viel tiefer eintauchen als bisher.
  • Statt auf einen Bildschirm zu schauen, wird man selbst mittendrin in diesen Erlebnissen sein.

Weiter wurde ausgeführt, dass man im Metaverse fast alles tun kann, was wir uns vorstellen können. Mit Freunden und Familie zusammenkommen, arbeiten, lernen, spielen, einkaufen und kreativ sein. Außerdem werden ganz neue Erfahrungen möglich sein, die in der Form noch gar nicht zu dem passen, was wir uns heute unter Computern oder Smartphones vorstellen. Der komplette digitale Alltag soll vereinfacht werden.

Umweltschutz und ökologische Ziele

Aus der Sicht des Internetriesen steht auch der Umweltschutz im Fokus des Konzerns. In der Metaverse Zukunft wird es die Möglichkeit geben, sich selbst als Hologramm zu teleportieren, um im Büro zu sein, ohne zu pendeln, auf einem Konzert mit Freunden zu feiern oder im Wohnzimmer der Eltern, um sie zu besuchen. Das wird, ganz egal wo man lebt, zahlreiche Möglichkeiten eröffnen. Zuckerberg ist sich sicher, dass man mehr Zeit für die Dinge haben wird, die einem wichtig sind. Zudem wird man weniger Zeit im Verkehr verbringen und damit auch den ökologischen Fußabdruck verringern.

Ein „Social Home“ für Oculus Nutzer

Das entscheidende Merkmal des „Metaverse“ soll das Gefühl sein, dass man an Ort und Stelle ist. Mit „Horizon Home“ wird das Unternehmen ein neues, „sozialeres“ Zuhause für Oculus-Nutzer anbieten. Hier wird sich im Vergleich zum jetzigen Startbereich der VR-Brillen-Anwender nicht viel ändern. Neu wird jedoch sein, dass Nutzerinnen und Nutzer Räume sowie virtuelle Gegenstände über die Grenzen von einzelnen Spielen und Events hinweg nutzen können. Es wird die Möglichkeit geben, physische Gegenstände einzuscannen, sodass diese auch im „Metaverse“ präsent sind. In die reale Welt kann man sich diese Objekte dann über Hologramm-Projektionen holen – und das völlig ortsunabhängig. Zuckerberg schätzt, dass diese Tools in den kommenden fünf bis zehn Jahren bereits zum Alltag gehören werden. Angepeiltes Geschäftsziel sind eine Milliarde Nutzer bis zum Jahr 2030 im „Metaverse“ zu generieren und damit mehrere Hundert Millionen Dollar an Geschäften abwickeln zu können. Ein ambitioniertes Ziel für eine absolute Zukunftsbranche.


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